Suzuki’s Saison im großen Sandkasten mit neuem Spielzeug

Anfang des Jahres, haben wir die Aussichten und die Chancen des neuen Suzuki Werksteams in der Moto GP analysiert, heute schauen wir auf den Artikel zurück und klären was Suzuki erreicht hat.Vorab kann man sagen, dass die MotoGP Suzuki einige überrascht hat, klar ein Topspeedwunder wie die Ducati GP15 ist sie nicht und sie ist bei weitem nicht perfekt. Aber wenn man sich den miserablen Auftritt in Valencia 2014 ansieht und mit dem Vergleicht, was die blauen geschafft haben, muss man ihnen neidlos an erkennen das sie ihre Hausaufgaben gemacht haben.

In Qatar spielten die blauen noch keine große Rolle. Auch in Texas spielte man mit den Plätzen 8 und 9 keine große Rolle.

In Argentinien kam dann die große Überraschung. Aleix Espagaro zeigte dem Rest der Welt wo der Frosch die Locken hat. Er fuhr mit der vermeitlich unterlegenden Suzuki im Quali auf P2 hinter Marc Marquez und konnte sich beim Start, trotz extremen Leistungsdefizit den Holeshot sichern und bog auf P1 in die erste Kurve. Am Ende reichte es zwar nur für Platz 7 aber Suzuki lies da das erste mal die Muskeln spielen.Dann folgten eher mäßige Erfolge bis zu dem Samstag in
Barcelona. Aleix und Maverick waren durchgehen trotz einer 1km langen Start/Ziel-Geraden kontinuierlich schneller als der Rest der Welt und zeigten auch im Qualifying dem Rest der Welt, dass die Suzuki noch nicht den Topspeed hat um das über eine Renndistanz zu bringen aber Sie zeigten da, das die Suzuki absolut schnell ist. Aleix und Maverick fuhren auf Pole und auf die 2. Position und sicherten damit die erste doppelpole seit dem Neueinstieg in die Königsklasse. Natürlich ist30Years Suzukis GSX-R diese Sensation den weichem Hinterradreifen geschuldet und es war von Anfang an klar, dass sie diesen Speed nicht im Rennen gehen können. Direkt am Start wurden sie von den großen Werken überholt und Aleix musste nach einem Sturz auf Platz 4 liegend das Rennen aufgeben. Wie gewonnen so zerronnen –
male parte male dilabuntur.

Im großen und ganzen kann man sagen, dass die Mädels und Jungs in Hamamatsu ihre Fleißsternchen verdient haben. Sie zeigten in dieser Saison, dass sie voll und ganz in der Lage sind mit den großen Werken mitzuhalten. Im nächsten Jahr sollten sie noch einmal mehr gestärkt zurückkehren. Für das 2016er Modell der GSX-RR ist ein Seemless-Getriebe geplant und in Valencia wurde eine geänderte Schwinge getestet die noch einmal mehr Stabilität in das bis jetzt sehr gute Fahrwerk bringen soll. Wenn Suzuki im Winter dann auf den japanischen Motorprüfständen noch 10PS oder mehr finden können müssen wir mit weiteren Bärenstarken Platzierungen von Vinales und Espagaro rechnen.

Vinales sollte hier übrigens ein extra Lob bekommen. Er ist eine der neuen größen. Denn er war dieses Jahr in der zweiten Hälfte der Sasion sehr oft schneller als der immer grinsende Teamkollege Aleix. Vinales wurde zusätzlich auf der FIM Gala als „Rookie of the Year“ geehrt. Maverick Vinales ist ein großes Talent das hat er schon in der Moto2 bewiesen und zeigte diese Form auch weiter in der MotoGP ein sehr talentierter junge Bursche von dem wir noch einiges erwarten dürfen.

Jetzt geht es erst einmal in die Winterpause und es bleibt abzuwarten was wir von den Blauen in der Saison 2016 erleben werden. Hoffentlich kommt die japanische Traditionsmarke noch einmal stärker aus dem Winterschlaf zurück und zeigt in Qatar was Sie mit ihren Fahrern erreichen wollen in der Saison 2016.

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