Was für unsere R1 Fahrer: Rückruf YZF-R1 RN12 Mod. 04/05

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    RoninRonin
    Teilnehmer

    Hab ich von nem Bekannten bekommen, und dachte es würde unsere R1 fahrer hier Interresieren:

    Rückruf YZF-R1 RN12 Mod. 04/05 in USA!!!

    In den USA gibt es einen Rückruf (!) von YAMAHA Motorrädern, u.a.
    von YZF-R1 RN12 Modelljahr’04 und ’05. Die Besitzer in den USA
    wurden vor wenigen Tagen per Post angeschrieben. Unabhängig vom
    Garantiestatus und unabhängig davon, ob das Problem schon aufgetreten
    ist, werden die Drosselklappensensoren (TPS, Throttle Position Sensors)
    getauscht. Die Händler sind angewiesen, den Tausch auch an
    Neufahrzeugen durchzuführen, die noch nicht verkauft sind. Die
    umgerüsteten Motorräder sind zu markieren! Hintergrund dieses
    Rückrufs könnte eine offizielle Untersuchung der NHTSA/ODI seit dem
    23.05.2006 sein. Die Untersuchung ist noch offen (NHTSA ACTION NUMBER
    PE06020). Vielleicht ist der US-Importeur mit dem freiwilligen Rückruf
    einem angeordneten Rückruf zuvorgekommen.

    Recall: http://www.r1-forum.com/bulletins/yamaha_tps_bulletin.pdf

    In Deutschland ist m.W. bislang lediglich bekannt, dass bei Vorliegen
    der Garantiebedingungen (Service-Heft, Stempel der Inspektionen usw.)
    die TPS getauscht werden, wenn die Symptome bei einer Probefahrt beim
    Händler auftreten. Wenn die Garantiebedingungen nicht erfüllt sind,
    scheinen Besitzer in Deutschland hohe Reparaturrechnungen zu bezahlen.

    Mit Datum vom 03.02.2006 teilte das KBA Flensburg mit:

    “Obiger Mangel ist dem Hersteller an den Fahrzeugtypen Yamaha YZF-R1
    und FZ6 Fazer bekannt. Unfälle, die durch den obigen Mangel verursacht
    wurden, sind nicht bekannt. In einem Rundschreiben wurden alle Yamaha
    Händler über den möglichen Mangel informiert. Bei Auftreten des
    Mangels wird darin ein Austausch der Drosselklappensensoren am
    betroffenen Fahrzeug empfohlen. Nach bisherigen Kenntnissen des
    Herstellers und der Yamaha Motors Deutschland GmbH kann der Mangel zu
    einem Absterben des Motors ausschließlich im Leerlauf führen. Eine
    Gefährdung, die weitere Maßnahmen erforderlich machen würde, liegt
    nach Ansicht des Herstellers nicht vor.”

    und weiter:

    “Aufgrund dieser Stellungnahme ergeben sich keine Anhaltspunkte, die
    die Maßnahmen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) gemäß dem Geräte-
    und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) rechtfertigen würden.”

    In Deutschland hatte die Fachpresse die Thematik bereits dargestellt:
    MOTORRAD in Ausgabe 26 vom 09.12.2005 (S.31) und Motorrad Magazin MO in
    der Ausgabe März 2006 (S.82). Beide Fachmagazine hatten denselben
    Informanten, der vor allem mal im Besitz eines TSB (Technical Service
    Bullletin) war. Besonders interessante Hinweise waren, dass der Fehler
    zum einen nicht gespeichert wird, und zum anderen nicht reproduzierbar
    ist. Probefahrten beim Händler führten meist zur Beurteilung: o.B.

    Der Leserbriefschreiber in der MO wies ganz deutlich auf die reale
    Gefährdung hin, die von einem absterbenden Motor ausgeht.
    Beispielseise wenn man beim Schalten vom Gas geht und das Absterben
    z.B. gerade in Kurven nicht sofort bemerkt: “Erst wenn ich die Kupplung
    kommen lasse und das Hinterrad etwas wegrutscht, merke ich es durch den
    Ruck, der den Motor wieder in Gang bringt.” Der Leserbriefschreiber
    erwähnte weiter, dass sein Händler vorgeben würde, von dem Problem
    nichts zu wisse. Was schon erstaunlich war, denn die einschlägigen
    Internetforen in den USA und Deutschland waren voll mit Beschwerden
    betroffener Fahrer.

    In den USA hatte sich dann ein Team bestehend aus zwei YZF-R1 Besitzern
    aktiv für die Einleitung einer offiziellen Untersuchung der
    US-Sicherheitsbehörde NHTSA/ODI eingesetzt. Das war zum einen ein
    betroffener US-Bürger, der aufgrund des Defektes verunfallt ist. Und
    das war zum anderen ein deutscher Staatsbürger, der 5.000 km mit dem
    Defekt leben musste, da die von ihm aufgesuchten Händler das Problem
    bestritten hatten. Der NHTSA/ODI lagen dann vor allem mal mit das
    interne TSB von YAMAHA und die Artikel der Fachpresse, hier
    insbesondere der qualitativ sehr wertvollen der MO, vor.

    Insgesamt könnte man zur Überlegung kommen, dass das KBA und das GPSG
    vielleicht nicht die geeigneten Institutionen und Instrumente in
    Deutschland sind, um Rückrufe bei Gefährdungen einzuleiten.

    Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat übrigens das Strafverfahren (AZ
    30 UJs 332/06) eingestellt und übersandte Asservate (TPS, vor
    konstruktiver Modifikation) zurückgeschickt, da zumindest im Bereich
    der Bundesrepublik Deutschland noch kein Fall von verunglückten
    Fahrern bekannt geworden ist. Aber es wurde seitens der
    Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass man aufgrund der Informationen zum
    Thema hier jedenfalls Raum für präventive Maßnahmen sehen würde.

    Wäre da nicht das KBA dafür zuständig, für präventive Maßnahmen?

    #6254
    AnonymAnonym
    Teilnehmer

    ist doch schon alt

    und kein offizieller Rückruf….. die Freundlichen machen es aber kulanterweise

    aber DANKÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ

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