Unfall mit Schäden und was dann?

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    Blue BladeBlue Blade
    Teilnehmer

    Hallo zusammen!

    Erstmal vorweg, ich habe keinen Unfall gehabt (zumindest nicht aktuell), auch wenn sich das im Betreff vielleicht so anhören könnte.
    Das Thema Unfall und was danach sein kann beschäftigt mich allerdings, in erster Linie aus beruflichen Gründen.
    Ich bin Physiotherapeutin in einer Klinik für neurologische Frührehabilitation, das bedeutet ein Großteil der Patienten hatte eine Schlaganfall, eine Reanimation oder eben einen (Motorrad-)Unfall mit einem daraus resultierenden Schädel-Hirn-Trauma.
    Meine Aufgabe ist es, die Patienten wieder soweit fit zu bekommen, dass sie in der Lage sind, gewisse alltägliche Dinge wieder selbstständig zu machen. Meistens ist es schon eine Lebensaufgabe ihnen das Sitzen an der Bettkante beizubringen.

    Um aber auf das Thema Motorrad und Motorradfahren zurückzukommen:
    Natürlich sind auch, meistens im Sommer, hin und wieder Opfer eines Motorradunfalls zu behandeln oder diejenigen, die unabhängig von einem Unfall erkrankt sind, deren große Leidenschaft aber das Motorradfahren ist.
    Vielleicht ist ja der eine oder andere auch Physio- /ergotherapeut oder aufgrund einer anderen Tätigkeit in diesem Bereich tätig und kennt sich ein wenig mit der Materie aus. Oder hat einen Freund/ eine Freundin, Familienangehörigen usw. der/die neurologisch erkrankt ist und das Hobby nicht (mehr) ausüben kann.
    Mich würde einfach interessieren, wie das Procedere NACH so einem Klinikaufenthalt aussieht, denn in den seltensten Fällen bekommen wir das mit. Wie ergeht es dem Patienten zuhause, kann er wieder Sport machen oder eben Motorradfahren?

    Wir als Therapieteam versuchen immer sehr alltagsorientiert zu arbeiten um z.B. die Wiedereingliederung in den Job optimal vorzubereiten. Arbeitsfähigkeit steht ja bei den meisten an erster Stelle. Man will sich und seine Familie ernähren, das gerade fertiggebaute Haus muss abbezahlt werden und zu allem Unglück steht vielleicht auch eine Rennsemmel in der Garage, die irgendwann wieder um den Kringel getrieben werden soll.
    Irgendwie würde ich gerne so eine Art Projekt starten, um verunfallten Motorradfahrern einen schnellen Weg zurück aufs Mopped zu ermöglichen, denn bei den meisten ist die Sucht, so schwer der Unfall auch gewesen sein mag, immer noch groß genug, das Hobby weiterhin auszuüben.

    Ich bin mir bewusst, dass es sich hier um ein heikles Thema handelt. Ich bin relativ weit davon entfernt, eine Moralkeule zu schwingen, darum geht es mir nicht. Klar, ein gewisser Nebeneffekt könnte eine erhöhte Kringelauslastung sein, wenn ich jemanden nach einem schweren Unfall auf der Straße dazu motiviere, doch mal Erfahrungen auf der Renne zu sammeln :icon_thumbs1 Aber auch darum geht es nicht.

    Ganz nüchtern betrachtet geht es hier um eine Art Geschäftsidee, denn auch das Gesundheitswesen ist nicht mehr das, was es mal war. Viele haben noch nicht verstanden oder wollen nicht verstehen, dass wir Dienstleister sind, wie jeder Koch, Maler, Systemadmin, whatever es ist und das man nicht einfach nur 0815-Arbeit anbieten kann um konkurrenzfähig zu bleiben.

    Ich würde einfach gerne Mal eure Meinung lesen, was euch beim Lesen durch den Kopf gegangen ist, was ihr generell zum Thema denkt und ob ihr es geschmacklos findet, auf Veranstaltungen Werbung zu machen (das ist nämlich ein Problem, dass ich da sehe)?

    Ich bin gespannt auf eure Antworten!

    Ps: Entschuldigt bitte, wenn das ganze etwas chaotisch und unstrukturiert wirkt, aber ich bin momentan einfach am (Gedanken-) sammeln und alles ist nur in groben Ideen in meinem Kopf vorhanden :a015

    Grüße

    Kathi

    #108535
    Peterpeter
    Teilnehmer

    also ich kann dir da nur recht geben. hab selbst mal in so einer situation gesteckt. hab 12 jahre fußball gespielt und seit 1 1/2 jahren meinen motorrad führerschein gehabt da heatte ich meinen unfall. hab mir dabei die schulter ausgekugelt und nen kreuzbandriß im knie eingefangen. wurde einen monat später operiert und hatte danach 6 wochen gensungszeit auf der couch mit krankengymnastik (hätte gern ne richtige reha bekommen). ich weiß aber noch das ich nach der op unter den nachwirkungen der nakose den doc der mich aufgemacht hat gefragt habe “wann kann ich wieder wieder motorrad fahren” also mein wille war da aber der sagte werd erstmal fit. tja ein jahr später wurd ich nochmal operiert wieder am knie seit dem ist vereinsmäßig fußball feierabend aber motorrad fahren umso intensiver. ich versteh die menschen die sagen ich hatte nen unfall ich fahr nicht mehr aber ich hab da zuviel spaß dran. und wer gewillt ist nach nem unfall wieder zu fahren sollte das so schnell wie möglich machen bevor noch so eine art angstgefühl ensteht meiner meinung nach

    #108556
    Blue BladeBlue Blade
    Teilnehmer

    Hm, scheint kein Thema zu sein, mit dem ihr euch beschäftigen wollt?
    vielleicht nen Kommentar oder Kritik warum mal lieber keinen Gedanken dran verschwendet?

    Grüße

    Kathi

    #108558
    LH-RulesLH-Rules
    Teilnehmer

    Ich weiß nicht ob das sich lohnt da z.B. auf Rennveranstalltungen die Leute aus ganz Deutschland….manchmal aus verschieden Nachbar- Ländern kommen….

    Und ich denke das soll ja alles in der nähe sein und ich weiß nicht ob man sich auf sowas spezialisieren sollte…..

    Klar die Idee ist soweit ganz nett… aber ob sich der aufwand lohnt?

    #108560
    Blue BladeBlue Blade
    Teilnehmer

    Ganz Unrecht hast du sicher nicht, wobei man mir hier auch eine große Portion Idealismus zugestehen darf.
    Ich glaube, man muss erstmal überhaupt anfangen, nicht irgendwie, schon gezielt, aber man kann nicht gleich von einem Maximalgewinn ausgehen. Eher das Prinzip der kleinen Schritte :a015

    Generell haben wir eine großes Einzugsgebiet, was auf die kooperierenden Krankenkassen zurückzuführen ist, Patienten aus Norddeutschland sind z.B. bei uns keine Seltenheit. Neudings kommen sogar Privatpatienten aus Griechenland zu uns, weil es dort keine vergleichbaren Kliniken gibt und dort ganz allgemein das Gesundheitsystem sehr schlecht zu sein scheint. Deswegen lasse ich die Entfernungen zunächst außen vor.

    Ist auch eher als Zusatzangebot gedacht, nicht als Spezialisierung.
    Allein davon leben kann keine Klinik, dafür ist Motorrad zuviel Hobby!

    Grüße

    Kathi

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