Dakar 2011

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    Dakar 2011: die erste Etappe

    40990_Ruben_Faria__19_1024.jpg

    Die erste Etappe der Rallye Dakar 2010 startet am 1. Jänner in Buenos Aires und führt über die Avenue des 9. Juli über 377km nach Victoria zum ersten Biwak.

    An diesem ersten Tag steht keine Wertung auf dem Programm, die Herausforderung für die TeilnehmerInnen wird es vielmehr sein, sich durch die Menschenmassen in Buenos Aires hindurch zu kämpfen.

    Die Veranstalter möchten damit auch an die “alte” Rallye Dakar erinnern, deren Startschuss mitten in Paris am Place de la Concorde fiel.

    Dakar 2011: am 2. Tag beginnt das Rennen

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    Quelle:www.tourenbike.at

    Zugefügt nach 1 Stunde(n) 51 Minute(n):

    http://www.youtube.com/watch?v=VHPV_snCAkg&feature=player_embedded

    #110141
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    Dakar 2011: Cyril Despres ist der erste Etappensieger

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    Der Teamkollege von Cyril Despres holte beinahe den zweiten Etappesieg hintereinander: Ruben Faria gewann die letzte Etappe 2010 und fuhr auf der ersten Etappe 2011 die beste Zeit.

    Tagessieger wurde trotzdem Cyril Despres, denn Faria wurde mit einer Strafe von 1 Minute belegt und rutschte auf Platz 2 zurück. KTM bewies mit den Plätzen 1 – 4, dass man in Mattighofen erneut ein bärenstarkes Rallyebike gebaut hat.

    Wecken um 3 : 00 Uhr früh und Aufbruch vom Biwak mit den ersten Sonnenstrahlen um 4 : 20 Uhr . Zuerst mussten 566 Kilometer bis zum Start der ersten Wertung abgespult werden, wo dann Marc Coma auf die 192 Kilometer lange Wertungsetappe eröffnete, gefolgt von Cyril Despres und Francisco Lopez.

    Für die KTM-Piloten war es, trotz aller Vorbereitungen, ein spannendender Moment: würde die neue KTM 450 Rallye die Erwartungen erfüllen? Schon bald war klar: sie tut es. Die erste Etappe führte über eine schnelle, technisch anspruchsvolle Route, für Cyril Despres war es “Die ideale Strecke zum Aufwärmen”. Viele Kurven, genügen Möglichkeiten für Drifts, eine Mischung zwischen Schifahren und Reiten – so charakterisierte der Franzose den ersten Abschnitt.

    Ruben Faria startete als Elfter, überholte vier vor ihm gestartete Piloten und fuhr auf der Strecke die beste Zeit. Eine 1-Minuten-Strafe verhindert am Ende aber, dass der Portugiese den Etappensieg holen konnte. Aof den Plätzen 1 – 4 geschlossen die 4 Fahrer der beiden KTM-Werksteams: Despres, Faria, Coma und Pedrero.
    Speedbrain BMW

    Alle speedbrain Fahrer gingen mit höheren Startnummern ins Rennen und hatten deshalb mit dem Staub der Vorangefahrenen zu kämpfen. Auf der Etappe, die ein gelungener Mix aus schnellen und technischen Passagen war, erwischte es denn auch etliche Konkurrenten, die stürzten. Die speedbrain Fahrer indes hielten sich zurück und kamen alle sicher ins Ziel.

    Am besten fand sich Paulo Goncalves zurecht, der sein Programm sehr rund abspulte, kein Risiko einging und doch einige Fahrer vor sich überholen konnte. Am Ende stand er als Fünfter der 192 Kilometer langen Wertungsprüfung fest und startet morgen mit einer wesentlich besseren Ausgangsposition. Wie in Brasilien fühlte sich sein Teamkollege Ze Helio. Sowohl die Strecke als auch die vielen Fans begeisterten den jungen, sympathischen Brasilianer. Er fühlte sich sichtbar wohl, obwohl er seit August nicht mehr auf der BMW G 450 RR gefahren war. Er bewältigte die Etappe ebenfalls sehr kontrolliert und liegt auf Rang 8.

    Seine ganze Erfahrung spielte Frans Verhoeven aus, der weiß, wie gefährlich der erste Renntag sein kann. Platz 10 für ihn ist ebenfalls im Plan.


    Video: die 1. Etappe der Dakar 2011

    http://www.youtube.com/watch?v=F2WZIwRtfso&feature=player_embedded

    Dakar 2011, 2 Etappe: Details zur Route

    Von Cordoba nach San Muguel de Tucuman

    * Verbindungsstück: 440 km
    * Wertung Motorräder/Quads: 300 km (Autos 324 km)
    * Gesamt: 740 km

    Buschiges Gelände und eine komplett neue Streckenführung durch Wälder, über alte Straßen. Die 2. Etappe wird allen Freude bereiten, die das Springen mit dem Motorrad im Griff haben, denn die wellige Strecke sorgt dafür, dass man oft abheben wird.
    Quelle:www.tourenbike.at

    #110180
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    Dakar 2011, Etappe 2: Ergebnisse

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    Cyril Despres gewinnt die 2. Etappe vor Marc Coma und David Casteu. Der Franzose führt auch in der Gesamtwertung vor seinen Markenkollegen Coma und Ruben Faria


    Dakar 2011: Despres gewinnt die 2. Etappe (mit Video)

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    Die erste Etappe hatte Cyril Despres auf dem grünen Tisch gewonnen, auf der 2. Etappe war der Franzose auch auf der Strecke der schnellste. Despres vor Coma, ein vertrautes Bild an der Spitze der Tages- und Gesamtwertung nach 2 Tagen.

    Ruben Faria verlor mit einer 1-Minuten-Strafe wegen Überschreitung der Geschwindigkeits-Begrenzung nachträglich den Tagessieg auf der ersten Etappe. Davon ließ sich der Portugiese allerdings nicht entmutigen und holte Platz 5 auf der 2. Etappe. Die schnellste Zeit auf der 300 Kilomter langen Wertung fuhr Cyril Despres, der Marc Coma um 1:49 Minuten distanzierte.

    Platz drei für David Casteu, der sich nach seinem enttäuschenden Abschneiden vom ersten Tag (Platz 12) wieder in der Spitze zurück meldete.

    Mit dem Sieg auf der ersten Etappe erbte Cyril Despres auch den ersten Startplatz. Normalerweise ein Nachteil, denn die nachfolgenden Fahrer können sich am Führenden orientieren. Nicht so am 2. Tag: die wellige Strecke mit einer Vielzahl an Springen behagte dem Dakar-Sieger 2010 so richtig. Schon im ersten Teilabschnitt lag er in Führung und baute diese bis zum Ziel kontinuierlich aus.

    Despres: “Es war wie ein Riesenslalom mit Sprüngen, viele Richtungsänderungen und teilweise sehr rutschig – fast wie Schi fahren. Beim Tankstopp erfuhr ich, dass ich einen Vorpsrung von 1 Minuten auf Marc (Coma( hatte und beschlossen, im zweiten Abschnitt noch weiter zu attackieren. Nur auf meine Reifen musste ich achten, die die hatte ich am Ende fast durch gefahren.”

    Hinter Despres und Coma positionieren sich Sherco , Aprilia, Yamaha und BMW. Alle Hersteller sind in den Top-10 vertreten und auch Honda (auf Platz 13 der Gesamtwertung) klopft an. Nach zwei Etappen bahnt sich zwar eine Neuauflage des alten Duells Despres-Coma an, doch es ist noch viel Zeit für die anderen Spitzenfahrer, dabei mit zu mischen.

    Ergebnisse im Detail »
    Das Video zur 2. Etappe
    http://www.youtube.com/watch?v=RK8WpTs29nE&feature=player_embedded

    Dakar 2011, 3. Etappe: Details zur Route

    Etappe3.jpg

    Von San Miguel de Tucuman nach San Salvador de Jujuy

    * Verbindungsstück: 231 km
    * Wertung Motorräder/Quads: 521km (Autos 500km, Trucks 200km)
    * Gesamt: 740 km

    Die Wertungsprüfung auf dem Weg nach Jujuy besteht aus zwei Teilstücken mit einem nicht gewerteten Abschnitt in der Mitte. Im ersten Teil gehen die Biker erneut auf eine eigene Strecke und tauchen in wüstenartige Canyons ein, in denen die rote Farbe des Sands und steile Felswände die Kulisse prägen.

    Der Kontrast zu Beginn des zweiten Wertungsabschnitts ist überwältigend: Der Untergrund ist jetzt erdig und die Autos fahren in grünen Wald hinein. Den Trucks bleibt diese Übung erspart, da die Zweige den Windschutzscheiben der Fahrerkabinen gefährlich werden könnten.
    Quelle: dakar.com

    #110229
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    Dakar 2011, Etappe 3: Ergebnisse

    Ergebnisse: Link

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    Marc Coma holt seinen ersten Etappensieg 2011, Cyril Despres bleibt nach einen Schlußspurt noch knapp an der Spitze der Gesamtwertung

    Comas erster Tagessieg bei der Dakar 2011 (mit Video)

    Marc-Coma1.jpg

    Die erste lange Etappe der Rallye Dakar 2011 hatte es wirklich in sich. Viele Stürze und viele FahrerInnen, die sich nach Navigationsproblemen auf einem falschen Kurs wieder fanden. Nach mehr als 500 Kilometern holte Marc Coma den Tagessieg, Cyril Despres bleibt in der Gesamtwertung an der Spitze.

    Die Zeit des Aufwärmens war vorbei, mit der 3. Etappe wurde es so richtig ernst. 521 Kilometer Wertungsetappe und dazu noch 231 Kilometer Verbindungsstrecke forderten alles von den FahrerInnen ab. Es ging durch wüstenartige Canyons, hinauf bis auf eine Seehöhe von 3.378m und dann wieder zurück in die Ebene in waldreiches Gebiet bis nahe an die Grenze zu Bolivien – komplettes Neuland für die Rallye Dakar und die TeilnehmerInnen.

    Die Tagesetappe führte über 521 Kilometer, die in 2 Abschnitte aufgeteilt waren, getrennt durch 170km, auf denen keine Zeiten genommen wurden.

    Für Cyril Despres beginnt der Tag schlecht: zuerst wird er von den Zuschauern, die vor ihm die Piste queren so strakt irritiert, dass er seine Konzentration verliert, dann folgt nach einem Wegpunkt eine falsche Entscheidung und schon hat ist er von der Strecke abgekommen. Der Franzose wird schnell von nach ihm gestarteten Marc Coma eingeholt und hat ausserdem nach 113km bereits mehr als 4 Minuten Rückstand auf den führenden Paulo Gonçalves. Danach, im 2. Teilabschnitt macht Despres aber alles richtig und kann den Zeitverlust teilweise wett machen und den Schaden mit Platz 2 und 2:21 Minuten Rückstand begrenzen.

    Marc Coma startet etwas verhaltener in die Etappe, Nachdem er Despres überholt hatte, lang es an ihm, als erster die Strecke zu sondieren. Dabei kommt dem Spanier seine ganze Erfahrung zu Hilfe und er holt sich relativ problemlos den Tagessieg und rückt in der Gesamtwertung bis auf 14 Sekunden an Despres heran.

    Ze-Helio.jpg

    Team speedbrain BMW

    Erstmals zeigte sich das Team ganz an der Spitze. Zu Beginn liegt Paulo Goncalves sogar an der Spitze. Im zweiten Teil der Wertungsprüfung nach einer langen zeitneutralen Verbindungsstrecke, verliert Goncalves kurz die Kontrolle über sein Motorrad und stürzt. Das kostet ihn möglicherweise den Tagessieg, er rettet sich allerdings noch aufs Podium. In der Gesamtwertung schiebt sich Goncalves damit auf den vierten Platz nach vorne.

    Sichtlich viel Spaß hat auch Ze Helio, allerdings mit dem Handicap, dass er direkt nach dem Start hinter einigen langsameren Fahrern feststeckt. Er muss lange Zeit im Staub hinterher fahren. Im zweiten Teil der Strecke holt der Brasilianer dann aber auf und fährt auf den 6. Tagesplatz. Er verbessert sich mit dieser Leistung auf den 5. Platz im Gesamtklassement.

    Mit einer schwereren Hypothek muss Frans Verhoeven den Tag beginnen. Ihm war gestern noch eine Zeitstrafe aufgebrummt worden, weil er in einer Speedlimitzone zu schnell unterwegs war. So muss er von Startplatz 24 das Rennen aufnehmen – mehr als der 19. Tagesrang war nicht möglich.
    Team Yamaha

    Olivier Pain hatte für diese Etappe einen ersten möglichen Etappensieg ins Visier genommen hatte. Der Franzose liefert die viertbeste Zeit des Tages ab und klettert vom 11. auf den 6. Rang der Gesamtwertung. Doch er ist nicht der einzige Yamaha-Pilot, der an diesem Tag in den Top 10 landet: Jordi Viladoms und Helder Rodriguez sind ebenfalls ganz vorne mit dabei.
    Aprilia

    Bei Aprilia läuft es bisher ganz und gar nicht nach Wunsch. Francisco „Chaleco“ Lopez verliert heute 13 Minuten verliert und auf auf dem 7 Gesamtrang bereits mehr als 18 Min Rückstand auf Despres. Für den Chilenen, der im Jahr 2010 der stärkste Herausforderer von Coma bei den Cross-Country Rallyes war, scheint die Chance auf eine Top-3 Platz schon frühzeitig zu schwinden.

    http://www.youtube.com/watch?v=N7loxWmvCdE&feature=player_embedded

    Quelle: http://www.tourenbike.at

    Zugefügt nach 1 Minute(n):

    Dakar 2011, 4. Etappe: Details zur Route

    Etappe4.jpg

    Von San Salvador de Jujuy nach Calama

    * Verbindungsstrecke, 554 km
    * Wertungsprüfung, 207 km
    * Gesamt 761 km

    Die Dakar verlässt für eine Weile Argentinien und überquert über El Paso de Jama die Kordilleren. Der Aufstieg beginnt mitten in der Nacht und führt die Teams hinauf bis auf 4.800 m über dem Meeresspiegel, d.h. Mont-Blanc-Niveau, ohne Steigeisen und Eispickel!

    Was den sportlichen Aspekt betrifft, bedeutet die Ankunft in Chile auch das Erreichen der Atacamawüste mit den ersten Off-Road-Ausflügen der Rallye. Der Start der relativ kurzen Wertungsprüfung erfolgt auf 3.300 m. Hier sind die Fahrzeuge noch auf steinigem Untergrund unterwegs, aber die Dünen kommen näher.

    Nach der Grenze führt die Strecke in Chile Richtung Norden, bis nahe an die Grenze zu Peri

    #110241
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    Dakar 2011, Etappe 4: Ergebnisse

    Marc-Coma2.jpg

    Auf der Strecke sind Coma und Despres fast gleich schnell, doch Despres verliert 10 Minuten durch eine zeitstrafe und damit auch die Führung in der Gesamtwertung an Marc Coma

    Ergebnisse hier: Link

    Dakar 2011: Coma holt 2. Tagessieg in Folge (mit Video)

    Nach der Einfahrt im Ziel der 4. Etappe hatte Marc Coma 16 Sekunden Vorsprung auf Cyril Despres heraus geholt und damit den Franzosen in der Gesamtwertung um 2 Sekunden überholt. Am grünen Tisch wurden aus den 16 Sekunden dann noch mehr als 10 Minuten, nachdem Despres eine Zeitstrafe aufgebrummt wurde.

    Die Strecke der 4. Etappe der Dakar 2011 führte hinauf bis auf eine Seehöhe von 4.800 Metern, die Temperaturen fielen hinunter bis zum Gefrierpunkt. Auf dem Programm stand zuerst über die Andenüberquerung und dann in die Atacama-Wüste. Ingesamt waren 761 Kilometer zu bewältigen, auf 207 Kilometern wurde die Zeit gemessen. Die Veranstalter hatten vorgesorgt und entlang der Strecke 30 Fahrzeuge platziert um TeilnehmerInnen, denen die Höhe nicht bekommen sollte, sofort ärztlich versorgen zu können.

    Gleich vom Start der Wertung in 3.300 Metern Höhe weg machte der als erster gestartete Marc Coma Tempo. Nach knapp 80 Kilometern betrug sein Vorsprung auf Despres 32 Sekunden, doch danach gab der Franzose Gas und kam bis auf 16 Sekunden heran. Das ergab zu diesem Zeitpunkt eine Zeitdifferenz von 2 Sekunden in der Gesamtwertung. Das Duell der beiden KTM-Piloten beginnt langsam aber sicher alles andere zu überschatten, zu eindeutig ist im Moment ihre Überlegenheit. Daran ändert auch nichts die Zeitstrafe von 10 Minuten, die Cyril Despres nachträglich verdauen musste.

    Für den Gesamtführenden Marc Coma ist der aktuelle Stand aber nur eine Momentaufnahme: „Das war für mich ein äußerst wichtiger Tag, auch wenn die Strecke nur 207 Kilometer lang war. Die Piste zu ziehen, war keine leichte Angelegenheit. Ich bin zufrieden und hatte ein ausgezeichnetes Feeling. Wollen wir hoffen, dass es bis zum Schluss so weitergeht. Die Gesamtwertung ist jetzt nur eine Momentaufnahme. Auf den letzten Tag kommt es an. Man muss den richtigen Rhythmus finden, keine Fehler begehen. Jetzt warten zwei sehr schwierige Etappen auf uns.”
    Aprilia

    Für den Chilenen Francisco Lopez war es eine Frage der Ehre, auf der ersten Etappe, die in sein Heimtaland führte, einen Spitzenplatz zu holen. Erstmals zeigte er mit seiner Aprilia eine wirklich starke Leistung und konnte als einziger annähernd mit dem Führungsduo mithalten. Für einen Tagessieg reichte es nicht, doch mit einem Rückstand von knapp 2 Minuten wurde es Platz 3 – nach der Strafe von Despres dann sogar noch Platz 2.

    Für Lopez beginnt die Dakar 2011 jetzt erst so richtig: „Das war ein rasanter Tag, der für mich mit einem dritten Platz endet. Ich fühle mich viel wohler in Chile, auch wenn es morgen noch schwieriger wird. Cyril und Marc legen ein Wahnsinnstempo vor. Momentan kann ich ihnen nicht folgen. Ich bevorzuge Etappen mit mehr Off-Track. Heute war aber ein positiver Tag. Ich werde versuchen, Zeit auf Coma und Despres gutzumachen, was aber nicht leicht wird. Beide haben ein sehr leistungsstarkes Motorrad, und zudem sidn sie großartige Piloten. Aber die Rallye ist noch lang.”
    Yamaha

    Olivier Pain war erneut extrem schnell unterwegs. Auf der Strecke mit rund 6 Minuten Rückstand auf Platz 4 der Tageswertung, fasste aber auch der Franzose eine Strafe aus. Nachträglich 12 Minuten für die 2. Etappe zusätzlich auf dem Zeitkonto bedeuten für ihn den Rückfall von Platz 4 auf Platz 12 in der Gesamtwertung.
    speedbrain BMW

    Paulo Goncalves, der bislang bestplatzierte speedbrain Pilot, verlor durch einen Navigationsfehler rund 15 Minuten auf die beiden Führenden Depres und Coma und kam erst als 19. der Tageswertung ins Ziel. Trotzdem verteidigte er in der Gesamtwertung seinen vierten Platz. Eine ganze Reihe von Toppiloten hatte mit Navigationsproblemen zu kämpfen. Auch Ze Helio verfuhr sich in der Wüste und verlor Zeit. Er rangiert jetzt auf Rang 8 im Gesamtklassement. Bemerkenswert: Zwischen dem dritten Podiumsplatz und dem Gesamtzehnten liegen gerade einmal zehn Minuten.

    Bester speedbrain Fahrer war an diesem Tag Frans Verhoeven, der mit einer lupenreinen Navigationsleistung und einem fehlerfreien Ritt auf Rang neun vorfuhr, obwohl er erst als 16. ins Rennen gegangen war. Dadurch erhält er jetzt wieder eine bessere Ausgangsposition für die morgige Wüstenetappe. Die Atacama hält 423 Sonderprüfungskilometer mit Dünen, Sand, Bergen und Steinen parat.

    Frans Verhoeven: „Anfangs hatte ich heute mit dem Staub zu kämpfen und hielt mich zunächst zurück. Da sich eine ganze Reihe von Fahrern verfuhren, ich aber nicht, konnte ich heute profitieren. Natürlich hoffe ich, mich durch die jetzt wieder bessere Startposition weiter zu verbessern. Das Rennen ist noch lang. Ich werde alles versuchen, wieder weiter nach vorne zu kommen.“

    http://www.youtube.com/watch?v=Nq2Qc5DFYNQ&feature=player_embedded

    Dakar 2011, 5. Etappe: Details zur Route

    Etappe5.jpg

    Von Calama nach Iquique

    * Verbindungsstrecke, 36km
    * Wertungsprüfung, 423km
    * Gesamt 459km

    Für jedes Tempo etwas! Bei dieser Wertungsprüfung, die alles hat, müssen sich die Fahrer unterschiedlichsten Geländetypen stellen, die jeweils eine ganz eigene Fahrweise verlangen. Los geht es im Schneckentempo über steinige Pisten, die extrem zermürbend sind.

    Dann ist ein Salar zu durchqueren, der die Durchschnittgeschwindigkeit weiter sinken lässt: Für die wenigen Kilometer werden die Piloten fast eine Stunde brauchen. Das Finale der Etappe hingegen findet in weit offenem Gelände ohne Piste über gut hundert Kilometer statt.

    Das Dünenfestival endet mit der Abfahrt nach Iquique, die Freunde großer Gefühle auf ihre Kosten kommen lässt. Mit Blick aufs Meer gilt es eine 2,3 km lange Abfahrt mit einem mittleren Gefälle von 32% zu bewältigen!

    Marc Coma wird das Rennen eröffnen, hinter ihm geht Cyril Despres auf die Jagd nach den mit seiner Zeitstrafe auf der 4. Etappe verlorenen 10 Minuten.
    Quelle:www.tourenbike.at

    #110271
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    Dakar 2011, Etappe 5: Ergebnisse

    2011_dakar_stage_5_1_201101.jpg

    BMW vor Aprilia und BMW auf der 5. Etappe der Rallye Dakar 2011 – wenn es bei der Rallye Dakar keine KTM unter die Top 3 schafft, dann ist das schon eine kleine Sensation.
    Restlichen Ergebnisse: Link

    Dakar 2011: erster Etappensieg für Paulo Goncalves auf BMW

    Frans-Verhoeven1.jpg

    Der erste richtige Wüstentag bei der Rallye Dakar 2011 war dramatisch, aufregend und herausfordernd. Mit dem Tagessieg holte sich der Portugiese Paulo Goncalves nicht nur seinen ersten Etappensieg bei der Dakar überhaupt, er verhalf damit auch BMW zum ersten Triumph seit 10 Jahren.

    Eigentlich sollte es der Tag des Francisco Lopez werden. Der Chilene trat an, um mit seiner Aprilia auf heimatlichem Boden den Sieg zu holen, auf einer Strecke, die so richtig nach seinem Geschmack ist: steile Passabfahrten, steinige und felsige Pisten und mächtige Dünen auf dem Abschnitt entlang dem Pazifik und eine Abfahrt zum Ziel in Iquique mit 32% Gefälle.

    Zunächst verlief auch alles wie geplant. Lopez legte auf der 423 Kilometer langen Wertungsetappe eine fehlerfreie Fahrt hin, die Zwischenzeiten zeigten über fast die gesamte Strecke hinweg ein Duell zwischen ihm und dem Belgier Frans Verhoeven. Zu Beginn lag Verhoeven mit seiner BMW vorne, doch Lopez kam immer näher heran und im Ziel hatte er es geschafft: der Chilene lag eine (!) ganze Sekunde vor Verhoeven, der 2 km vor dem Ziel nach einem Sprung über eine Düne gestürzt war, und der Tagessieg schien tatsächlich Wirklichkeit.

    Dann aber kam Paulo Goncalves: der Portugiese hatte zu Beginn ebenfalls ganz vorne dabei gelegen, bei einem Stop bei km 218 allerdings einige Minuten Zeit verloren. Dort war der bis dahin schnellste Mann im Feld, der Franzose Olivier Pain, schwer gestürzt. Marc Coma kam an der Unfallstelle vorbei und unterbrach seinen Lauf, der wenig später ankommende Goncalves hielt ebenfalls an um Hilfe zu leisten.

    Pain hatte sich bei dem Sturz das Handgelenk gebrochen und war bewusstlos. Er wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Für den bis dahin bestplatzierten Yamaha-Piloten ist die Dakar damit zwar vorbei, aber zum Glück ist ihm, abgesehen vom Handgelenk, ansonsten nichts weiter passiert.

    Paulo Goncalves setzten das Rennen fort und drehte kurz vor dem Etappenziel sogar noch eine kleine Sonderrunde durch die Dünen, um ganz sicher zu gehen, dass er keinen Wegpunkt versäumt hatte (das hatte übrigens auch schon Frans Verhoeven gemacht) und kam mit rund 5 Minuten Rückstand hinter Lopez ins Ziel.

    Aus den GPS-Daten wurden nach der Zieldurchfahrt die Standzeit bei der Unfallstelle ermittelt und gemäß Reglement gut geschrieben (nach diesem Reglement sich nachfolgende Fahrer verpflichtet bei einer Unfallstelle anzuhalten). Die Standzeit wurde angezogen und das machte Paulo Goncalves zum Tagessieger, der erste für den Portugiesen überhaupt und der erste für BMW nach Richard Sainct im Jahr 2000.

    Goncalves: “Eine sehr schwere Etappe, sehr lang, aber auch sehr schön. Ich glaube, ich bin gut gefahren. Nach dem Benzin-CP habe ich angehalten,um Olivier Pain zu Hilfe zu kommen, der gestürzt war. Die Regel sagt, dass man stoppen muss. Ich bin 4 bis 5 Minuten geblieben. Das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht. Man wird mir sicherlich Zeit abziehen. Das Motorrad hat sich sehr gut verhalten, auf dem schnellen wie auch auf dem technischeren Teil.”

    Die KTMs mit Schwierigkeiten

    Marc-Coma3.jpg

    Marc Coma hatte keinen leichten Tag. Zuerst stürzte er er zu Beginn der Etappe und musste ein paar kleine Reparaturen an seiner Maschine selbts vornehmen. Dann folgte die Unterbrechung bei der Unfallstelle und am Ende kam der Spanier mit erheblichem Rückstand ins Ziel. So viel, dass er sogar seine Gesamtführung an Francisco Lopez verloren hatte. Doch auch für Coma galt die selbe Regelung wie für Goncalves und die Stehzeit wurde im wieder abgezogen. Mit rund 4 Minuten Rückstand in der Etappe konnte er damit seine Gesamtführung verteidigen.

    Coma: “Ein schwieriger Tag. Ich bin gestürzt und hatte danach Probleme mit dem Kühler. Ich habe das reparieren und dann mehr oder weniger normal weiterfahren können. Nach dem Tanken habe ich bei Olivier Pain angehalten, der gestürzt war. Er war bewusstlos. Ich habe sofort Alarm gegeben und bin bei ihm geblieben, bis mein Wasserträger Joan Pedrero angekommen ist. Das war eine echte Dakar-Etappe, bei der viele Dinge passiert sind. Ich habe Zeit auf Despres verloren, werde aber ein wenig davon wegen des Stopps für Pain zurückbekommen”

    Cyril Despres hatte er vor dem Start der Etappe von seiner Zeitstrafe erfahren. 10 Minuten hatte er auf der 4. Etappe aufgebrummt bekommen, weil er beim Start seine Thermohandschuhe vergessen hatte und beim Rückweg zu seinem Quartier einen falschen Weg genommen hatte.

    Despres: “Man hat mir um 4.30 Uhr morgens mitgeteilt, dass ich eine Zeitstrafe bekommen habe. Ich hatte bloß meine Handschuhe gegen die Kälte vergessen und bin zurückgegangen, um sie zu holen, und habe nicht gesehen, dass am Ausgang Tafeln zu beachten waren. So ist leider das Rennen. Aber nach dem , was wir heute erlebt haben, habe ich das andere schon wieder vergessen. Deswegen fahre ich Rallye-raid: 425 km Navigation und Spaß. Wir haben GPS-Punkte suchen müssen, die wirklich wie Nadeln im Heuhaufen waren. Ganz zu schweigen von Zeiten oder Strafen. Das Wichtigste für mich ist, gute Gefühle gesammelt und mir selbst Freude bereitet zu haben. Ich habe gesehen, dass Marc Coma bei km 70 mechanische Probleme zu haben schien. Ich habe mich nie über Probleme von anderen gefreut. Für mich ist mein Rennen wichtig.”

    Video: Zusammenfassung der 5. Etappe
    http://www.youtube.com/watch?v=xDuMAR-WoEQ&feature=player_embedded

    Dakar 2011, 6. Etappe: Details zur Route

    Etappe6.jpg

    Von Iquique nach Arica

    * Verbindungsstrecke 265km
    * Wertungsprüfung, 456km
    * Gesamt 721km

    Die Erkundung der Atacamawüste führt die Rallyeteilnehmer in diesem Jahr nach Arica, der letzten Stadt vor der peruanischen Grenze. Auf diesem großen Wüstenabschnitt vor dem Ruhetag stehen Dünen satt auf dem Menüplan, die im Laufe der Etappe immer größer werden. Während der Wertungsprüfung werden die Fahrer ein Wechselbad der Gefühle durchleben.

    Nach dem Dünensurfen werden viele ihnen mit den unvermeidbaren Fesch-Fesch-Abschnitten kämpfen, die man hier „guadal“ nennt. Bei den Slalompartien zwischen Staub und trockenem Gras ist Geduld der beste Verbündete.

    Die letzte Etappe vor dem Ruhetag am Samstag

    Quelle: http://www.tourenbike.at

    #110286
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    Ruben Faria gewinnt die 6. Etappe der Dakar 2011 (mit Video)

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    Die erste Etappe verlor Ruben Faria wegen einer kleinen Zeitstrafe, auf der 6. klappte es endlich für den Portugiesen mit dem Taggessieg.

    Es war eine extrem schwierige Etappe für alle Piloten. Zuerst Dünen, dann eine technisch enorm anspruchvolle und kräftezehrende Fahrt, bei der die exakte Navigation eine extrem wichtige Rolle spielte. Die zuerst gestarteten Fahrer mussten dabei die Rolle von Pfadfindern durch eine Gebiet übernehmen, dass über weite Strecken an eine Mondlandschaft erinnert. Auf dieser 6. Etappe war man defintiv im Vorteil, wenn man später starten konnte.

    In der ersten Hälfte der Wertung über 456 Kilometer war vorerst aber ein anderer Portugiese schneller: Helder Rodrigues lag eine Zeit lang an der Spitze der Wertung. Doch dann wird er von Faria (2 Minuten nach ihm gestartet) eingeholt und kann dessen Tempo nicht mithalten. Faria, als 7. gestartet, arbeitet sich danach langsam an seinen vier Minuten früher gestarteten Teamchef Cyril Despres heran. Der hatte Probleme mit seiner Maschine, 200 Kilometer war er mit Vibrationen unterwegs und musste das Tempo zurück nehmen. Nachdem er zum Franzosen aufgeschlossen hatte, forcierten die beiden das Tempo und können als Team schneller unterwegs sein als jeder für sich alleine.

    Ruben Faria hat damit bei jeder seiner vier Teilnahmen bei der rallye Dakar zumindest eine Etappe gewonnen.

    An diesem Tag wird Despres damit zum Helfer von Faria, denn mit der gemeinsamen Fahrt verhilft er dem zum Tagessieg, kann aber mit seinen dritten Platz auch selbst in der Gesamtwertung etwas mehr als eine Minute auf den weiterhin führenden Marc Coma aufholen. Coma, ebenso wie alle anderen Fahrer, sprach im Ziel von einer extrem schwierigen Etappe – der Ruhetag am Samstag kommt für alle gerade zur richtigen Zeit.

    Faria nach dem Ende der Etappe: “Das war eine äußerst harte Etappe. Sehr lang und ermüdend. Ich habe in meinem Tempo navigiert. Bis zum Auftanken habe ich sicher Zeit verloren. Danach habe ich Gas gegeben. Etwa 200 Kilometer vor dem Ende habe ich Despres, Coma, Rodrigues und Chaleco eingeholt und bin dann an ihrer Seite geblieben. Also denke ich, dass ich heute gewonnen habe. Als Wasserträger von Cyril fahre ich stets besonnen, aber es gibt Momente, wo man von der Situation profitieren muss. Ich bin heute morgen als siebter Pilot auf die Strecke gegangen, und das hat mir in die Karten gespielt. Ich denke, dass sich Cyril für mich freut.”

    Ze-Helio1.jpg

    Speedbrain BMW

    Am Vortag ein Etappensieg, auf der 6. Etappe ein Desaster. Das erste Opfer war Ze Helio, der schon nach 50 Kilometern schwer stürzte und sich dabei das Schlüsselbein brach.

    Paulo Goncalves kämpfte mit der Technik. Die Elektrik bei seiner Maschine streikte fast von Beginn an und gab dann 40 Kilometer vor dem Ziel komplett auf. Mit Bordmitteln konnte er den Schaden nicht beheben, sodass es überhaupt fraglich war, ob er das Ziel würde erreichen können.

    Update: Goncalves erreichte, 20 Stunden nach seinem Start, mit mehr als 13 Stunden Rückstand das Ziel und wird vorläufig auf Platz 115 in der Etappe und Platz 62 in der Gesamtwertung geführt

    Es lag damit an Frans Verhoeven, die Fahne des Team weiter zu tragen. Mit Platz 10 in der Etappe konnte er sich in der Gesamtwertung um zwei Ränge auf Position 8 verbessern.
    Aprilia

    Francisco Lopez verlor heute 9 Minuten auf den Tagessieger, bleibt aber mit jetzt etwas mehr als 22 Minuten Rückstand auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung: “Der Schlussabschnitt der heutigen Etappe über knapp 150 Kilometer war sehr hart, sehr staubig. Dazu gab es auch noch viel fesh-fesh. Das hat mir aber gefallen, vor allem in den Dünen. Dann hat Marc Coma zu mir aufgeschlossen, und anschließend noch zwei weitere Gruppen mit Motorradpiloten. Wir sind vorsichtig gefahren. Das wird für viele Piloten eine komplizierte Angelegenheit, und vor dem Ruhetag trennt sich die Spreu vom Weizen.”

    Aufgrund der verspäteten Zielankunft vieler TeilnehmerInnen liegen die Detailergebnisse noch nicht vor

    http://www.youtube.com/watch?v=_0U3HCrLwag&feature=player_embedded
    Quelle:www.tourenbike.at

    #110309
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    Dakar 2011, Etappe 6: Ergebnis nachträglich korrigiert, Rodriguez siegt

    Das Endergebnis der 6. Etappe der dakar 2011 stand erst mit einigen Stunden Verspätung fest. Entgegen der ursprünglichen Reihung, die den Portugiesen Ruben Faria als Tagessieger zeigte, wurde nach einer Korrektur der Zeiten Helder Rodriguez als Etappensieger geführt.

    Mitteilung der Rennleitung dazu:

    Nach Ausgang der sechsten Etappe wurde bekannt, dass Ruben Faria, der schnellste Pilot der Spezialprüfung, die obligatorische 15-minütige Standzeit beim Auftanken nicht eingehalten hat. Der KTM-Pilot stand lediglich 5’13”, sodass seine Fahrzeit nachträglich um 9’47” verlängert wurde. Die Anwendung dieser Maßnahme bedeutet, dass der Etappensieg nicht länger ihm, sondern seinem Landsmann Helder Rodrigues zufällt. In der bereinigten Etappenwertung belegt Faria nun den siebten Platz.

    Hier alle Ergebnisse: Link

    Bildergalerie: Halbzeit bei der Dakar 2011

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    Quelle:www.tourenbike.at

    #110398
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    Dakar 2011, 7. Etappe: Details zur Route

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    * Verbindungsstrecke 208km
    * Wertungsprüfung 631km
    * Gesamt 839km

    Weiter gehts es nach dem Ruhetag zwar gleich mit der längsten Wertungsprüfung der Rallye, die auch noch den Auftakt zum selektivsten Abschnitt der Dakar 2011 bildet. Zwei Wertungsabschnitte stehen auf dem Programm, wobei die Vormittagsstrecke geteilt wird. Die Biker kommen in den Genuss einer 40 km langen typischen Enduro-Rallye-Strecke: Dieser Ausflug in die Canyons wird selbst körperlich ausdauernde Biker an die Grenzen ihrer Lesitungsfähigkeit bringen.

    Das erste Teilstück entscheidet sich am Ufer des Ozeans: Die Fahrzeuge tauchen nach einer Serie von Dünen und einer besonders steilen Abfahrt im Finale ein. Die Pisten im zweiten Sektor sind schneller, und die Fahrer können sich im Ziel der Wertungsprüfung in einem Autodrom feiern lassen.
    Änderung der ursprünglich geplanten Strecke

    Nach zwei ungemein schwierigen Etappen, die eine Vielzahl von Startern dazu zwangen, das Biwak in Arica erst im Laufe des Ruhetages zu erreichen, hat die Rallye-Organisation beschlossen, zum Auftakt der zweiten Rennwoche den zweiten Abschnitt der Spezialprüfung der siebten Etappe zwischen Arica und Antofagasta zu streichen.

    Nach der 272,68 km langen Spezialprüfung werden die Teilnehmer das Biwak also auf einem Überführungsstück erreichen.

    Die Etappe behält zwar einen beträchtlichen Schwierigkeitsgrad, doch gibt diese Anpassung, die erst möglich wurde, indem man eine Streckengestaltung mit doppelten Spezialprüfungen an bestimmten Tagen konzipiert hat, den Teilnehmern die Gelegenheit, in den Rhythmus einer zweiten intensiven Rennwoche zu finden.


    Dakar 2011, Etappe 7: Ergebnisse

    Francisco Lopez feiert den ersten Etappensieg bei der Dakar 2011, insgesamt seinen 4. bei der Rallye Dakar

    Mehr Ergebnisse hier –> Link

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    Heimsieg für Francisco Lopez auf der 7. Etappe der Dakar (mit Video)

    Die 7. Etappe von Arica nach Antofagasta wurde von ursprünglich 631km auf 273km verkürzt, da vielen der FahrerInnen die Anstrengungend er ersten 6. Etappen noch in den Knochen steckten. Für den Chilene Francisco Lopez brachte dieser Tag endlich den ersten Etappensieg bei der Dakar 2011.

    Auf der 5. Etappe entriss ihm der Portugiese Paulo Goncalves den Tagessieg noch im letzten Moment, doch diesmal wollte Lopez um jeden Preis gewinnen. Nach 176 Kilometern hatte er schon rund 4 Minuten Vorsprung auf Marc Coma, das reichte im Etappenziel für Platz 1 mit 2 : 21 Minuten Vorsprung auf Cyril Despres.

    Für Lopez war es ein guter Tag: «Das war kein Zuckerschlecken. Anfangs wurde viel Staub aufgewirbelt. Ich bin danach etwas schneller gefahren, habe aber in etwa auf halber Strecke der Spezialprüfung den Auspuff verloren. Da hatte ich Angst, der Motor könnte mir um die Ohren fliegen. Glücklicherweise war es die seit Rallye-Beginn kürzeste Etappe, denn sonst hätte der Motor stark gelitten. Ich habe gewonnen, und darauf kommt es an. Ich hatte einen guten Tag. Alles läuft wie geschmiert. In der letzten Woche war ich erkältet, aber jetzt geht es besser. Ich fühle mich topfit und spüre, dass ich auf der Piste gut zurecht komme.»

    KTM: Spitzenpositionen gehalten

    Für Die KTM-Piloten war es ein fast entspannender Tag auf dem Motorrad. Für Cyril Despres war es “einer der schönsten Tage vom Typ Rallye-Raid-Enduro”, den er bisher erlebte. Marc Coma hatte nur im ersten Abschnitt Probleme, weil er in der von Ruben Faria aufgewirbelten Staubwolke fahren musste, konnte danach aber wieder Tempo machen.

    Despres holte in der Gesamtweertung eine weitere Minuten auf und liegt nun 7 : 24 Minuten hinter Marc Coma auf dem 2. Platz.

    In den Top 10 meldete sich Pal Anders Ullevalsetter zurück, der nach Platz 7 in der Tageswertung auch insgesamt wieder unter den Top 10 rangiert.

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    Speedbrain BMW: 2 Top-10 Plätze

    Nachdem der bis dato bestplatzierte Teamfahrer Paulo Goncalves sich bei der brutalen 6. Etappe durch eine defekte Lichtmaschine nach mehreren Reparaturversuchen mit siebeneinhalb Stunden Rückstand nachts noch ins Ziel hatte retten können, brachte der gestrige Ruhetag wieder Motivation ins Team.

    Paulo Goncalves, in der Gesamtwertung nun mit erheblichem Rückstand, steckte nicht auf und präsentierte die Leistungsfähigkeit der BMW G 450 RR. Er durfte auf Antrag des Teams als Elfter ins Rennen gehen und war zunächst auch ganz vorne mit dabei. Etwa bei Kilometer 40 erwischte er im tiefen Fesch Fesch einen Stein und stürzte. Obwohl das Bike einige Teile einbüßte, raffte sich der Portugiese auf und bewies große Moral. Nach fünf Minuten nahm er die Jagd wieder auf. Er fuhr am Ende noch auf den 7. Tagesrang vor. Er will trotz des großen Rückstands weiter angreifen.

    Einen tollen Job lieferte auch Frans Verhoeven ab. Mit seinem 9. Tagesrang und einer sicheren Vorstellung verbesserte er sich auf Platz 6 im Gesamtklassement. Auch er hatte einen Sturz im tückischen Fesch Fesch zu verkraften, nachdem er viele Kilometer mit Goncalves im Parallelflug unterwegs gewesen war. Trotzdem ließ er seine derzeit schärfsten Konkurrenten hinter sich und verbesserte sich mit dem 10. Tagesrang auf Platz 6 in der Gesamtwertung.

    http://www.youtube.com/watch?v=pSceaBAVyy0&feature=player_embedded

    Dakar 2011, Etappe 8: Ergebnisse

    Mit dem dritten Etappensieg bei der Dakar 2011 – dem insgesamt 14. seiner Karriere – baut Marc Coma seine Führung in der Gesamtwertung geringfügig auf 9 : 19 Minuten aus.

    Mehr Ergenisse hier –> Link

    Dakar 2011: Dritter Etappensieg von Marc Coma auf der 8. Etappe (mit Video)

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    Während sich an der Spitze Marc Coma und Cyril Despres eine Art von Katz-und-Maus-Spiel liefern, lichtet sich hinter ihnen das Feld dramatisch. Nur Francisco Lopez ist noch einigermaßen in Schlagdistanz zu den beiden KTM-Piloten, dahinter fallen die Zeitrückstände der FahrerInnen in die Kategorie “praktisch uneinholbar”.

    Auch in der 8. Etappe geht das Duell um Minuten zwischen Coma und Despres weiter, diesmal hat der Spanier das bessere Ende für sich und gewinnt die Etappe mit einem Vorsprung von 1 : 55 Minuten auf Despres. Comas Vorteil an diesem Tag ist, dass er nach Despres startet. Zuerst ist der Franzose schneller unterwegs, doch schon nach 40 der 508 zu bewältigenden Kilometer beginnt Coma aufzuschließen. Gemeinsam schließen die beiden dann auch noch zu Francisco Lopez auf, der die 8. Etappe eröffnet hatte.

    Damit sind Positionen und Rückstände festgelegt, die drei Piloten bleiben bis zum Ziel beisammen. Wenn sich drei Spitzenfahrer in einer Gruppe einig sind, dann ist das auch eine schlechte Nachricht für die Konkurrenz, denn die Chance für andere Fahrer, da noch um den Etappensieg mit zu fahren sind praktisch bei Null. Helder Rodriguez holt auf seiner Yamaha den vierten Platz in der Tageswertung (+8 : 38 Minuten).

    Auf Platz 5 folgt Pal-Anders Ullevalsetter, der langsam aber sicher auch in der Gesamtwertung einen Platz nach dem anderen nach vorne rückt, aber auf der 8. Etappe alleine mehr als 25 Minuten Rückstand auf Marc Coma hat.

    Nach der Etappen meinten …

    Marc Coma: „Eine sehr harte, sehr lange Etappe mit vielen Kilometern und Dünen. Ich habe mich mit Cyril und Chaleco zusammengetan. Wir sind abwechselnd vorneweg gefahren, haben dabei aber ein hohes Tempo gehalten. Ich bin über das Tempo heute zufrieden. Eine gute Etappe, nach den Schwierigkeiten gestern. Alles ist gut gelaufen. Ich bin zufrieden, weil es 500 km Sonderprüfung waren. Das ist wirklich viel.“

    Cyril Despres: „Es lief gar nicht mal so schlecht heute. Wir waren einige Stunden lang unterwegs: 505 km. Und dann ist es nicht leicht, vorneweg zu fahren. Wir mussten also zwangsläufig eingeholt werden. Und Chaleco und ich hatten Spaß. Heute lautete die Parole eben dahinter bleiben. Er geht kein großes Risiko ein, aber was soll’s. Es ist, wie es ist. Es ist nicht zu ändern, aber zumindest haben wir den anderen ein paar Minuten verpasst. Chaleco ist auf allen schnellen Abschnitten voran gefahren und ich in den Dünen. Zufrieden bin ich letztendlich, dass es gelungen ist, sie zu überholen und zuerst über die Ziellinie zu gehen. Das ist nicht weltbewegend, aber die Genugtuung dieses Tages. Das Problem bei diesen Navigationsspielchen ist, dass es nicht nur im Radsport Windschattenschmarotzer gibt, es gibt sie auch im Rallye-Raid. Aber das gehört zum Spiel.“

    Francisco Lopez: „Es war eine lange, eine sehr lange Sonderprüfung, wo viel Navigation gefordert war. In manchen Abschnitten musste ich vorneweg fahren. An anderen Stellen hat Cyril die Aufgabe übernommen, und letztendlich sind wir gut gefahren. Der Tag war eigentlich in Ordnung. Es hat gut bei uns geklappt. Es war schwierig, eine solche Etappe mit 508 gewerteten Kilometern zu gewinnen. Aber wir sind schnell gefahren und ich wusste, dass es für die Wertung gut ist, wenn wir an der Spitze bleiben.“
    Ein weiterer Unglückstag für speedbrain BMW

    Eígentlich hatte das Team BMW Motorrad by speedbrain gedacht, dass das Maß an Pech bei der diesjährigen Dakar bereits übererfüllt sei. Aber die 8. Etappe von Antofagasta nach Copiapo brachte es noch dicker.

    Das große Problem des Tages: Teile der Strecke waren ausgesprochen gefährlich. Im tiefen Fesch Fesch versteckte Steine machten ein sturzfreies Durchkommen zu einem Lotteriespiel. Paulo Goncalves, am Vortag bravourös wieder nach vorne gefahren, nachdem er vor dem Ruhetag durch einen Elektrikschaden viel Zeit verloren hatte, konnte befreit auffahren und tat dies auch. Etwa bei Kilometer 50 lag er souverän in Führung der Tageswertung, als er eben solch einen versteckten Stein erwischte und stürzte. Nachdem er sich wieder aufgerappelt hatte, spürte er einen stechenden Schmerz in der Schulter: Schlüsselbein gebrochen. Die Dakar für ihn zu Ende.

    Noch nicht genug: Direkt hinter ihm war sein Teamkollege Frans Verhoeven ins Rennen gegangen. Fast zeitgleich und nur fünf Kilometer zurück stürzte auch er. Er blieb zwar unverletzt, im Motorgehäuse klaffte aber durch eine Felsenberührung ein Loch. Der dritte Fahrer im Bunde, Pedro Bianchi Prata hielt später bei ihm an und half ihm. Auch er verlor dadurch viel Zeit.

    Nach der aufwendigen Reparatur lag Frans Verhoeven in der Tageswertung rund viereinhalb Stunden zurück, Bianchi gut zwei Stunden.

    http://www.youtube.com/watch?v=lJokWVm0AQw&feature=player_embedded

    Dakar 2011, Etappe 8: Ergebnisse

    Mit dem dritten Etappensieg bei der Dakar 2011 – dem insgesamt 14. seiner Karriere – baut Marc Coma seine Führung in der Gesamtwertung geringfügig auf 9 : 19 Minuten aus.

    Mehr Ergebnisse hier: Link

    Dakar 2011, 9. Etappe: Details zur Route

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    * Verbindungsstrecke, 35 km
    * Wertungsprüfung 235 km
    * Gesamt 270 km

    Schaut man nur auf die Kilometerzahl der letzten Etappe der Dakar 2011 in Chile, könnte man glauben, es stünde eine nette Spazierfahrt durch die Wüste auf dem Programm. Die Rallye könnte sich jedoch für viele in den majestätischen Dünen entscheiden, die diese Etappe dominieren. An manchen Stellen wird die Tiefe der Senken zwischen den Sandbergen Fahrer, die der richtigen Strecke abkommen, zu stundenlangen Manövern zwingen. An einem tückischen Tag gibt es viel zu verlieren … aber für die Experten auch viel zu gewinnen.

    Bei den Motorrädern gibt es einen Massenstart, jeweils 10 Maschinen werden in einer Reihe ins Rennen gehen. Für Cyril Despres (KTM) die Chance, seinem besten Feind, dem spanischen Gesamtwertungsführenden Marc Coma (KTM), Zeit abzunehmen.Letzterer kann es sich hingegen erlauben, sich an das Hinterrad des Franzosen zu heften. Oder anders gesagt: Die heutige Sonderprüfung bietet den beiden Duellanten aus dem österreichischen Lager Raum für taktische Spielchen … und einigen Außenseitern die Gelegenheit, mit einem Etappensieg zu liebäugeln.
    Quelle: http://www.tourenbike.at

    #110415
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    Teilnehmer

    Dakar 2011, Etappe 9: Ergebnisse

    Jonah Street vor Frans Verhoeven und David Casteu – drei Fahrer, die bisher mehr Pech als Glück bei der Dakar 2011 hatten, liegen an der Spitze der 9. Etappe, die erste KTM erst auf Platz 7 (Cyril Despres)

    Mehr Ergebnisse hier: Link

    Jonah Street gewinnt die 9 Etappe der Dakar 2011 (mit Video)

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    Massenstart, jeweils 10 FahrerInnen gehen, entsprechend der Reihung der 8. Etappe, gemeinsam ins Rennen. Gänzlich andere Voraussetzungen, als es die TeilnehmerInnen gewöhnt sind und am Ende ein gänzlich anderes Ergebnis, als man es bisher bei der Dakar 2011 gewohnt war.

    Es begann damit, dass die ersten 10 etwas zu forsch ins Rennen gingen. Rund 20 Kilometer nach dem Start hatte das schon Folgen, denn 9 der 10 entschieden sich für eine falsche Route, darunter auch Despres, Coma, Ullevalseter und Lopez. Nur Helder Rodriguez hatte den richtigen Weg gewählt – ein gute Entscheidung, die dem Portugiesen aber leider nichts nützte, denn 200 Kilomter später machte ein Schaden am Tank seiner Yamaha alles Hoffnungen zunichte.

    In der zweiten Startergruppe fuhren u.a. Frans Verhoeven und David Casteu und dort machte man den Fehler bei Kilometer 20 nicht. Die beiden Piloten zählen zu den bisherigen Pechvögeln der Dakar 2011, diesmal blieben ihnen technische Pannen und Stürze erspart und sie konnten mit Platz 2 und 3 endlich ihre wahre Stärke zeigen.

    Der Dominator war allerdings ein Mann aus der dritten Startgruppe: der US-Amerikaner Jonah Street war bisher noch nicht ganz an der Spitze einer Etappe aufgetaucht, doch diese Art des Rennens lag ihm sichtlich. Er holte mit einem Vorsprung von 3 : 38 Minuten den Sieg in der 9. Etappe, nach 2009 sein 2. Tagessieg bei der Dakar.

    Jonah Street konnte es selbst kaum glauben: “Es war phantastisch. Wissen Sie, wir hatten bei dieser Rallye schon viele schwere Momente. Die Dinge waren nicht immer zu unseren Gunsten. Es ist phantastisch. Es ist sehr bewegend. Wir sind hergekommen, um alles zu geben, was wir haben. Und besser als Erster geht einfach nicht. Ein Etappe zu gewinnen, ist wirklich etwas Besonderes. Ich bin in der dritten Welle losgefahren, was gut und schlecht war. Die Jungs vorne haben aufpassen müssen, und ich bin auf Angriff gefahren. Letztlich konnte ich alle einholen. In den ersten Dünen dann bin ich heftig gestürzt. Ich bin über den Lenker gegangen, aber es war noch ok. Heute hatten wir keine mechanischen Probleme. Ich bin glücklich”.

    Für David Casteu gab es endlich ein Erfolgserlebnis: “Es ist wunderbar. Ich habe meine Navigation ganz allein hinbekommen. Es gab keinerlei Spur. Wir sind mit Verhoeven immer in der richtigen Richtung gefahren. Bei den Dünenpassagen habe ich mich richtig ins Zeug gelegt. Dann haben wir etwas weiter die Bikes von Chaleco, von Coma,… gesehen. Dann sind wir bis zum Ziel wirklich volles Rohr gefahren. Das war zu schön. Da habe ich dann gleich auch ein wenig meine Getriebeprobleme vergessen.”

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    KTM: Despres holt wieder eine Minute auf

    Coma, Despress, Ullevalseter, Fario, Pedrero, de Azevedo: die 6 KTM-Piloten in der ersten Startgruppe kamen alle vom rechten Weg ab. Nach dem Navigationsfehler bei km 20 mussten sie umkehren und trafen dabei direkt mit der 2. Startgruppe zusammen. Im Staub von fast 20 Maschinen gab es danach kaum mehr eine Chance, die verlorene Zeit zurück zu holen.

    In der Gesamtwertung holte Despres wieder eine Minuten auf Coma heruas und liegt nun 8 : 14 Minuten hinter dem Führenden zurück.

    Despres nach der Etappe: “Nach dem Start sind wir nicht sehr lange in der Linie geblieben, denn bei km 17 hat Helder Rodrigues eine falsche Richtung eingeschlagen und sind wir ihm alle gefolgt. Wir sind dann umgekehrt, und als wir zurückkamen, sind wir auf die zweite Welle gestoßen. Da sind wir dann alle im Staub gefahren. Insgesamt eine etwas merkwürdige Etappe. Für die Gesamtwertung habe ich Verantwortung übernommen, denn ich bin das Katz-und-Maus-Spiel seit einigen Jahren satt. Wir werden sehen, ob es was bringt. Jetzt müssen wir auf Fiambala warten.”

    Speedbrain BMW: ein guter Tag im Büro

    Mit einer tollen Tagesleistung fuhr Frans Verhoeven auf den zweiten Tagesrang. Dabei war nach einer turbulenten Etappe tags zuvor lange Zeit offen, ob er überhaupt würde starten können.

    Der niederländische Rallye-Profi war heute in der zweiten Startreihe fünf Minuten hinter den zehn Bestplatzierten ins Rennen gegangen. Alle Fahrer hatten zwischen den riesigen, steilen Dünen mit Navigationsproblemen zu kämpfen. Frans kam mit dieser Situation mit am Besten zurecht. Er attackierte voll und hatte schnell auf die erste Startgruppe aufgeschlossen. Mehr noch, er lag plötzlich ganz vorne.

    Als er im Ziel ankam, wähnten ihn alle zunächst als Etappensieger. Mit Jonah Street kam allerdings dann noch ein Fahrer, der aus der dritten Startreihe heraus eine bessere Zeit schaffte. Aber auch mit dem zweiten Rang zeigte sich Verhoeven hoch zufrieden. Er liegt in der Gesamtwertung jetzt auf dem 25. Platz.

    Verhoeven: „Warum läuft das nicht immer so? Heute war wieder ein richtig guter Tag. Das war teilweise wie Moto Cross und ein richtig heißer Ritt über die Dünen. Ich bin mit mir selber zufrieden und natürlich auch mit meinem Bike, das super funktionierte.“

    http://www.youtube.com/watch?v=nXyZUsb2YDE&feature=player_embedded

    Dakar 2011, 10. Etappe: Details zur Route

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    * Verbindungsstrecke 686 km
    * Wertungsprüfung 176 km
    * Gesamt 862 km

    862 km sind bei dieser 10. Etappe, der längsten der Dakar 2011, zu bewältigen. Zuerst eine lange Verbindungsetappe (686 km) auf der die Grenze nach Argentinien bei El Paso San Francisco überquert wird.

    Danach wird die Spezialetappe rund um Fiambala in Angriff genommen wird. 176 km, die bereits 2010 absolviert wurden, die aber diesmal von den Teilnehmern in umgekehrter Richtung in Angriff genommen werden. Zum Ende hin geht es in die weißen Dünen rund um Fiambala, eine Strecke, die den Teams bei der Dakar 2010 schon einige Probleme beschert und viele Teilnehmerinnen zur Aufgabe gezwungen hat.

    Ein Kriterium des Tages wird auch der zu erwartende Termperaturunterschied sein – von der Kühle der Berge hinuter in die Hitze der Dünen.

    Quelle:www.tourenbike.at

    #110433
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    Dakar 2011, Etappe 10: Ergebnisse

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    Marc Coma profitiert von einem Navigationsfehler von Cyil Despres und baut seinen Vorsprung um fast 10 Minuten auf nunmehr 18:10 Minuten aus.

    Mehr Ergebnisse hier. Link

    Dakar 2011: Marc Coma baut seine Gesamtführung auf der 10. Etappe aus

    Es waren ein enges Dünental, an dessen Ende eine Geröllhalde die Weiterfahrt fast unmöglich machte, und dann noch ein Schlammloch, die Cyril Despres auf der 10. Etappe fast 10 Minuten kostete. Marc Coma blieb auf der richtigen Strecke und gewann die 10. Etappe der Dakar 2011, sein 4. Tagessieg in diesem Jahr.

    Bis Kilometer 120 lief alles nach Plan für Despres. Er lag zeitgleich mit Marc Coma und hatte noch genügend Strecke für eine Attacke vor sich. Dann aber laas er sein Navigationsgerät falsch ab und geriet etwas zu weit nach links in ein falschen Dünental. Der Belgier Frans Verhoeven vertraute gerade im falschen Moment auf die Erfahrung von Despres und folgte ihm. Die Irrfahrt endete in einem Steinfeld, aus dem die beiden nur mit Mühe wieder zurück auf die richtige Route fanden.

    Doch noch nicht genug, wählte Despres auf den letzten Kilometers noch einmal einen falschen Weg und musste umkehren. Dabei stürzte er in ein Loch, aus dem er es fats nicht mehr heraus schaffte: “Ich habe bei km 120 einen Riesenfehler gemacht, nachdem ich bis dahin gut gefahren war. Ich habe Cap 17 statt 117 gelesen und bin gemeinsam mit Verhoeven im Steinfeld gelandet. Da haben wir sehr viel Zeit verloren. Auf den letzten Kilometern dann noch ein Fehler. Ich bin umgekehrt und dann in ein Schlammloch gefallen. Es war unmöglich wieder aufzusitzen, da habe ich bestimmt zehn Minuten herumgekämpft. Ich dachte, er würde mir noch mehr Zeit abnehmen. Das ist ein schlechter Tag, so ist Rallye-Raid, mit besseren und schlechteren Tagen.”

    Ein geringer Trost für Despres war, dass fast alle Piloten Probleme mit der Navigation hatten. Auch Coma verfuhr sich, sein Zeitverlust hielt sich aber in Grenzen.

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    speedbrain BMW

    Frans Verhoeven, Zweiter der Vortagesetappe, versuchte für sein Team BMW Motorrad by speedbrain wieder in die Spitzengruppe zu fahren. Zunächst gelang das auch. Er fuhr lange mit dem Amerikaner Jonah Street, bis dieser sich verfuhr. Der nächste „Partner“ auf der Piste hieß Cyril Depres. Mit ihm fuhr Verhoeven ein ganzes Stück, bis beide sich gemeinsam in das falsche Tal abbogen und sich plötzlich in einem felsigen Bachbett wiederfanden. Erst nachdem sie riesige Felsstufen überwunden hatten, fanden sie wieder auf die Piste zurück. Dabei ging natürlich einiges an Zeit verloren.

    Trotzdem schaffte Frans am Ende einen guten 12. Platz in der Tageswertung und verbesserte sich im Gesamtklassement weiter.

    Eine starke Etappe fuhr auch Pedro Bianchi Prata, der heute den 24. Platz in der Tageswertung einfuhr und sich ebenfalls in der Gesamtabrechnung deutlich nach vorne schob.
    Sherco: schon wieder Probleme für David Casteu

    Nach seiner drittbesten Zeit auf der gestrigen 9. Etappe erlitt der Franzose David Casteu (Sherco) auf der Verbindungsstrecke zum Start der Spezialetappe bei km 406 einen Motorschaden. Der Mann aus Nizza, der um 11.04 Uhr hätte starten sollen, musste zunächst in der Stadt Fiambala auf seinen Hilfstross warten. Er fuhr dann zwar zum Start, kehrte aber anschließend gleich wieder um, um seine Maschine wieder ins Laufen zu bringen, doch es ist noch nicht klar, ob er überhaupt weiter fahren kann.

    http://www.youtube.com/watch?v=AIh0UsS1HH4&feature=player_embedded


    Dakar 2011, 11. Etappe: Details zur Route

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    * Verbindungsstrecke 164 km
    * Wertungsprüfung 622 km
    * Gesamt 786 km

    Die Andenausläufer erinnern bisweilen an den wilden Westen. Das gilt für den ersten Wertungsabschnitt in den wunderschönen Canyons. Eine kleine Melodie von Ennio Morricone könnte auch die sandigere Kulisse des zweiten Abschnitts untermalen, wo sich die Teilnehmer ihren Weg zwischen Hoodoos suchen müssen. Trotz des Anscheins sind wir aber nicht im Kino: Die Piloten müssen sich konzentrieren und über mehr als 600 km volle Leistung zeigen, um das bisher erkämpfte Ergebnis zu verteidigen.

    622 km – davon 160 auf neutralisierter Strecke – stehen auf dem Programm der Teilnehmer zur drittletzten Etappe dieser 33. Dakar, die sie zunächst auf eine recht technische Strecke in Höhenlage führen wird. Danach folgt eine neutralisierte Strecke und schließlich ein zweiter Streckenteil auf gemischtem Terrain.

    In sportlicher Hinsicht wird diese Spezialetappe eine der letzten Gelegenheiten für die Titelaspiranten bieten, die Dinge noch zu drehen. So wird der Franzose Cyril Despres (KTM) bei den Motorrädern keine andere Wahl haben, als maximal auf Angriff zu fahren, um seinen Rückstand auf den führenden Spanier Marc Coma (KTM) ein wenig zu reduzieren, bevor es auf die 12. und letzte echte Spezialetappe geht, bei der er dann alles auf eine Karte setzen muss. Mit 18 Minuten Vorsprung kann es sich der Katalane nämlich jetzt erlauben, das Rennen von der Spitze weg zu kontrollieren.
    Änderung der Route

    Wegen eines Geländes, das durch die über der Region von San Juan vor kurzem niedergegangenen Regenfälle stark ausgewaschen ist, haben die Organisatoren beschlossen, vorsichtshalber etwas weniger als 100 km an Sonderprüfungen aus dem 2. Streckenteil der heutigen Etappe herauszunehmen. Diese 11. Spezialetappe umfasst somit 530 km an Zeitmessungsabschnitten

    Quelle: dakar.com

    #110467
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    Teilnehmer

    Dakar 2011, Etappe 11: Ergebnisse

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    Cyril Despres holt mit seinem Sieg in der 11. Etappe rund 2 Minuten auf Marc Coma auf. Um die fast 16 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung noch aufzuholen, bleiben ihm aber nur mehr 2 Etappen.

    Mehr Ergebnisse hier — > http://www.tourenbike.at/2011/01/14/dakar-2011-etappe-11-ergebnisse/

    Despres gewinnt die 11. Etappe der Dakar 2011 (mit Video)

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    Mit einem Rückstand von mehr als 18 Minuten kann Cyril Despres vor dem Start der 11. Etappe nur auf einem Fehler von Marc Coma hoffen um noch zu gewinnen. Despres holt dann zwar rund 2 Minuten auf, doch Coma macht keine Fehler und kontrolliert das Rennen.

    Seinen dritten Etappensieg 2011 wird Cyril Despres wohl nicht allzu ausgelassen feiern, denn nun hat er nur mehr 2 Etappen lang Zeit, seinen Titel als Dakar-Sieger zu verteidigen. Aus seiner Sicht war es dabei auch ein Nachteil, dass die 11. Etappe ujm 100km verkürzt wurde, da die geplante Strecke wegen heftiger Regenfälle teilweise unpassierbar war. Marc Coma hingegen hat nun einen Sicherheitspolster von fast 16 Minuten in der Gesamtwertung, den er nur noch verwalten muss.

    Dem zufolge fielen auch die Statements der beiden nach Ende der Etappe recht unterschiedlich aus:

    Despres: “Um erfolgreich zu sein, muss man es versuchen, und ich versuche es. Ich tue alles, was ich kann, alles, wozu ich in der Lage bin. Es war doch eine sehr schöne Sonderprüfung: wenn es auch keine gute Zeit gibt, so hat es doch zumindest Spaß gemacht. Und 2007 habe ich zwei Tage vor dem Ende gewonnen. Und wenn ich keine Hoffnung habe, ist es unmöglich, in einem solchen Tempo zu fahren. Ich behalte die Hoffnung und greife weiter an. Marc und ich haben beide eine KTM, was einen Vorteil darstellt. Wir liegen nahe aneinander, es ist aber noch nicht an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Es bleiben noch zwei Tage.”

    Coma: “Heute war ein schöner Tag. Hart zwar auch, lange und mit vielen Steinen, vielen Rios. Letztlich waren es 2 schöne Sonderprüfungen, wo wir jeweils ein gutes Tempo gefahren sind. Es bleibt noch der morgige Tag, der noch einmal hart werden wird und an dem alles möglich ist. Morgen Abend werden wir dem Ende dann wirklich näher gerückt sein, aber es gilt diesen Tag zunächst zu bewältigen. Man muss die Dinge ruhig angehen: wenn etwas passieren soll, dann werden wir sehen. Wenn man aber alles professionell angeht, dürfte es auch klappen. Ich wiederhole: morgen ist noch ein langer Tag. Danach sehen wir weiter.”

    Für den Chilenen Francisco Lopez scheint Platz 3 so gut wie sicher zu sein. Wenn seine Aprilia durchhält und er auf dem Motorrad bleibt, werden ihm die 50 Minuten Vorsprung auf Helder Rodriguez wohl reichen.

    speedbrain BMW

    Frans Verhoeven war am Ende des Tages nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Er wollte eigentlich das Tagespodium angreifen, wurde aber zunächst dadurch ausgebremst, dass er als 13. der Vortagesetappe im Staub der anderen fahren musste. Ein gefahrloses Überholen war nicht möglich. Erst gegen Ende des ersten Abschnitts konnte er bei Temperaturen bis zu 40 Grad einige Plätze gutmachen. Am Ende wurde es für ihn der respektable 7. Tagesrang, der ihn im Gesamtklassement wieder unter die Top 20 brachte.

    Frans Verhoeven abgekämpft im Ziel: „Das war sehr anstregend heute. Ich musste mich am Anfang im Staub sehr konzentrieren. Das hat keinen Spaß gemacht, und eigentlich hatte ich mir heute etwas mehr vorgenommen.“

    Sein Teamkollege Pedro Bianchi Prata spulte zuverlässig wie gewohnt sein Tagesprogramm ab und schob sich in der Gesamtwertung auf Rang 33 vor.

    http://www.youtube.com/watch?v=ql-gOi3l3_Q&feature=player_embedded

    Dakar 2011, 12. Etappe: Details zur Route

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    * Verbindungsstrecke 123 km
    * Wertungsprüfung 555 km
    * Gesamt 678 km

    555 km auf dem Programm der Teilnehmer zu dieser vorletzten Spezialetappe und noch einige sandige Passagen zu Beginn der Sonderprüfung, bevor es dann zu einer eher WRC-artigen Strecke übergeht. Es ist noch anzumerken, dass die Lastwagen den – zu engen – Anfang der Spezialetappe nicht absolvieren und erst bei km 237 einsteigen werden. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Kolosse die Ehre haben werden, die Piste zu eröffnen, weil sie die Sonderprüfung fast gleichzeitig mit den Motorrädern in Angriff nehmen werden.

    Bleibt noch abzuwarten, wie das Gelände aussehen wird, das man nach der Passage der Trucks vorfinden wird, vor allem weil auch noch Regen angekündigt wurde. In sportlicher Hinsicht ist der Kampf um den Gesamtsieg bei den Motorrädern wohl entschieden. Marc Coma kann es sich jedenfalls nunmehr erlauben, seinen Vorsprung in der Gesamtwertung zu verwalten. Dennoch ist Vorsicht angesagt. Wenn er bei dieser vorletzten Spezialetappe auch nichts zu gewinnen hat, ist dennoch Vorsicht geboten.

    Quelle: dakar.com

    #110487
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    Dakar 2011, Etappe 12: Ergebnisse

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    Die Entscheidung ist praktisch gefallen. Mit dem Sieg in der 12. und vorletzten Etappe vergrößert Marc Coma seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Cyril Despres auf nun 16 : 36 Minuten
    Alle Ergebnisse hier:
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    Marc Coma baut seine Führung auf der 12. Etappe aus

    Mit dem Sieg in der 12. Etappe der Rallye Dakar hat Marc Coma vor der Schlußetappe praktisch alles klar gemacht. Nur noch ein gravierende Fehler oder ein technischen Problem kann seinen Gesamtsieg verhindern.

    16 Minuten Rückstand vor dem Start der Etappe bedeuteten für Cyril Despres nur eines: voll auf Angriff fahren. Genau das tat der Franzose auch von Beginn an. Er muss, und das ist ein Nachteil, als Erster auf die Strecke. An diesem Tag noch unangenehmer als sonst, denn auf der 12. Etappe waren die Trucks vor dem Motorrädern gestartet. Die durch heftigen Regen teilweise aufgeweichte und schlammige Piste sah dann auch entsprechend aus.

    Trotz dieser Umstände schaffte es Despres, bis km 240 einen Vorsprung von 2 : 30 Minuten auf Coma heraus zu fahren. Die zweite Hälfte der insgesamt 555km langen Wertung gehört aber Marc Coma. Nachdem er im ersten Abschnitt etwas vorsichtiger ans Werk gegangen war, geht er nun zum Angriff über, holt den Rückstand auf und hat am Ende der Etappe 37 Sekunden Vorpsrung auf Despres, in der Gesamtwertung 16 : 36 Minuten.

    Auf der 13. und letzten Etappe sind nur mehr 181km Wertung zu fahren – das sollte für Coma reichen, um seinen insgesamt dritten Gesamtsieg bei der Rallye Dakar (nach 2006 und 2009) nach Hause zu fahren.

    Coma: „Die Etappe heute war sehr schwierig, weil es letzte Nacht heftig geregnet hat. Und deshalb wurde sie plötzlich zur technischen Sonderprüfung, vom Typ Enduro. Es bleibt noch eine 190 km lange Etappe. Normalerweise sollte es keine Komplikationen geben, aber man muss sie trotzdem fahren, es ist kein Pappenstiel. Wir wissen, dass die Streckenführung gestaltet wurde, um die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten, aber wir schauen morgen mal.“

    Despres: „Ich musste angreifen, es liegt halt in meiner Natur. Also bin ich vom ersten Kilometer an aufs Ganze gegangen, auch wenn ich ganz am Ende etwas Tempo rausgenommen habe. Es ist zumindest gut, dass ich nichts zu bedauern habe. Ich habe alles gegeben, es war ein Hammertag. Es muss letzte Nacht viel geregnet haben, denn viele Wege waren fast unpassierbar und schlammig. Es war die Hölle. Da schwinden die Chancen schon. Nach einem Tag wie heute mit 555 km und viele Gelegenheiten, den Abstand zu vergrößern, bleibt alles beim Alten. Aber es ist auch nicht das Ende der Welt. Ich sehe es relativ.“

    Team Honda Europe

    Der US-Amerikaner Quinn Cody schaffte für das Team Honda Europe auf dieser Etappe mit Platz 5 das bisher beste Resultat. Er liegt damit bei seiner ersten Rallye Dakar auf Platz 7 in der Gesamtwertung.

    Cody nach der Zieldurchfahrt: „Eine schwere Etappe, wirklich sehr lang. Der erste Teil war sandig und hat mir Spaß gemacht. Und dann kamen wir in den Teil, den die Trucks schon befahren hatten, und da waren riesige Schlaglöcher und Lachen. Das war eine echte Herausforderung. Ich bin einfach so gefahren wie immer. Ich habe jetzt keine Probleme mehr mit dem Roadbook. Ich will im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder teilnehmen, mit einer optimalen Struktur, um ein gutes Rennen fahren zu können. Ich lerne weiter. Es läuft gut. Ich bin glücklich.“
    speedbrain BMW

    Die beiden Fahrer des Teams BMW Motorrad by speedbrain suchten, wie alle anderen, gute Linien rund um die Wasserlöcher. Frans Verhoeven gelang dies sehr gut. Er behielt kühlen Kopf und kam durch alle schwierigen Passagen sauber durch. Die Belohnung war am Ende der 7. Platz in der Tageswertung. Damit verbesserte er sich auf Rang 17 im Gesamtklassement. Sein Ziel ist es, auf der morgigen, relativ kurzen und schnellen Sonderprüfung zum Ziel noch ein paar Minuten gutzumachen und vielleicht am Ende wieder unter den Top-15 zu rangieren.

    Sein Teamkollege Pedro Bianchi Prata hatte zu Beginn der Etappe einen Sturz und musste sein Bike aus einem Graben bergen. Das kostete ihn Zeit und Kraft. Trotzdem fuhr er eine gute Etappe, kam gut durchs Wasser und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf den 32. Platz. Sein Ziel für das morgige Finale: ein Platz und den Top 30.

    http://www.youtube.com/watch?v=ADn8qnhjD8Y&feature=player_embedded

    Dakar 2011, 13. Etappe: Details zur Route

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    * Verbindungsstrecke 645 km
    * Wertungsprüfung 181 km
    * Gesamt 826 km

    Bei den meisten Teilnehmern, die in Cordoba auf die Strecke gehen, macht sich langsam Erleichterung breit. Der eine oder andere kann noch einen oder zwei Plätze gutmachen, während andere noch eine lange Strecke mit einem ramponierten Knie oder Handgelenk vor sich haben … alles gute Gründe, sich bis zum Schluss zu konzentrieren. Die letzte Wertungsprüfung der Dakar 2011, die kurz und schnell ist, endet im Autodrom von Baradero, wo großes Schauspiel und Emotionen pur garantiert sind.

    Auf dem Programm stehen 826 km, aber nur 181 km davon sind Teil der Sonderprüfung auf den äußerst schnellen Pisten in der Provinz Buenos Aires. Für die Teilnehmer lautet das Ziel vor allem durchzuhalten, um auf dieser letzten Etappe am Vortag der Einfahrt in Buenos Aires nicht noch alles zu verlieren. Nur noch ein Vollausfall ihrer Renngeräte kann die Führenden der verschiedenen Klassen um den Sieg bringen und alle werden darauf achten, ihr Material bis ins Ziel der Sonderprüfung zu schonen, die zudem auch noch mit einem kleinen Rundkurs in der Nähe des Biwaks endet – zur großen Freude der Teilnehmer, die in großen Scharen erwartet werden.

    Quelle: dakar.com

    Dakar 2011, Etappe 13: Ergebnisse + Endstand

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    Frans Verhoeven holt auf der letzte Etappe den zweiten Tagessieg bei der Dakar 2011 für das Team speedbrain BMW.

    Und hier der Endstand:
    Link

    Quelle: http://www.tourenbike.at

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    Marc Coma gewinnt die Rallye Dakar 2011 (mit Video)

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    Auf der letzten Wertungsetappe über 181km ließ der Spanier Marc Coma nichts mehr anbrennen.Er gewann die Rallye Dakar 2011 mit 15:04 Minuten Vorsprung auf Cyril Despres. Sieger der letzten Etappe wurde der Belgier Frans Verhoeven.

    Coma konnte sich schon über mehrere Etappen hinweg an die Position des Führenden gewöhnen. Seit der 4. Etappe lag er an der Spitze und hatte immer genügend Vorsprung auf Cyril Despres, um das Rennen kontrollieren zu können. Despres hatte sich dabei selbst aus dem Kampf um den Titel genommen, als er 10 Minuten Zeitstrafe aufgebrummt bekam, nur weil er seine Handschuhe nicht auf dem richtigen Weg aus seinem Quartier holen wollte.

    Coma feierte seine dritten Sieg bei der Rallye Dakar und zieht mit seinem ewigen Rivalen Despres gleich.

    Die beiden ersten Plätze waren also schon längere Zeit vergeben und auch Platz drei schien ein klare Sache zu sein. Francsico Lopez hatte vor der Schlußetappe einen Polster von 43 Minuten auf Helder Rodriguez. Aber auch das kann, selbst auf einer kurzen Strecke, zu wenig sein. Nur 22km vor dem Ziel brach ein Stoßdämpfer bei der Aprilia. Immerhin schaffte er es noch mit Hilfe seines Teamkollegen Alain Duclos ins Ziel, doch da lag er in der Gesamtwertung schon 29 Minuten hinter Rodriguez und hatte Platz drei im letzten Moment verloren.
    speedbrain BMW

    Frans Verhoeven wollte zum Abschluß moch seinen Rang in der Gesamtwertung verbessern und fuhr sich seinen ganzen Frust von der Seele, der sich durch das viele Pech des Teams gegen Mitte des Rennens angestaut hatte. Das Ergebnis war ein verdienter, hoch emotionaler Etappensieg zum Abschluss der Rallye!

    „Ich bin mit dem festen Willen gestartet, noch einmal ein Top-Tagesresultat für das Team zu holen. Mein Bike hat mir dabei geholfen und ist heute super gelaufen“, so Verhoeven im Ziel. Drei Fahrer hatte er auf der relativ kurzen, pfeilschnellen Etappe überholt und sich so knapp vor Rodriguez den Etappensieg geholt. Dieser Sieg schob Verhoeven unter die Top-15 in der Gesamtwertung. Nicht vorzustellen, wo das Team stünde, hätte das Sturz- und Steinschlagpech nicht so zugeschlagen.

    Der Sieg der Finaletappe war ein versöhnlicher Abschluss für das Team, das damit einmal mehr bewiesen hat, dass die von speedbrain entwickelte BMW G 450 RR ein mehr als konkurrenzfähiges Rallyegerät ist.

    Auch Pedro Bianchi Prata gab heute eine gelungene Abschiedsvorstellung von der Dakar 2011. Auch er erreichte sein selbst gestecktes Ziel, nämlich einen Platz unter den Top-30 in der Endabrechnung.

    #110583
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