Aufgepasst, der Bikehasser aus dem Allgäu …

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    Die Angst fährt mit

    Andreas Winter ist Vorsitzender der Baarer Motorradfreunde. Der Ölfleckanschlag in Affaltern beunruhigt auch ihn Von Florian Eisele

    Baar/Biberbach Bei Andreas Winter gehört das Motorrad dazu wie bei anderen der Fußball oder der Tennisschläger. Mit 16. Jahren stieg er das erste Mal auf ein Mofa, seitdem haben den heute 45-Jährigen die Zweiräder nicht mehr losgelassen. „Mir gefällt die Freiheit, wenn man mit dem Motorrad unterwegs ist. Das ist ein schönes Gefühl.“ Ein Gefühl, in das sich mittlerweile auch etwas Angst gemischt hat. Die Ölanschläge auf Motorradfahrer, so gibt Winter zu, haben auch ihn nachdenklich gemacht.

    Am vergangenen Samstag entdeckten Autofahrer auf der Kreisstraße zwischen Osterbuch und Affaltern (Gemeinde Biberbach) eine rund acht Quadratmeter große Ölfläche auf der Kreisstraße und riefen die Polizei. Aufmerksame Autofahrer haben womöglich einen schweren Unfall verhindert. Affaltern – das ist gerade mal eine halbe Stunde von Baar, dem Heimatort von Andreas Winter und seinen Motorradfreunden entfernt. 35 Mitglieder umfasst der Verein, sagt Winter. Die meisten davon kennt er persönlich, einige davon sind seine Freunde.

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    „Wir fahren um die fünf Mal im Jahr zu einem großen Treffen, dazwischen treffen wir uns im Vereinsheim. Offroad fahren wir auch ab und zu.“ Richtige Rocker gebe es im Verein nicht. Zumindest nicht mehr, sagt Winter mit einem Lachen. Die meisten haben Frau und Kind zu Hause. Trotzdem, das sei genau richtig, sagt er: „Hier gibt’s einen richtig guten Zusammenhalt.“

    Nach dem Tod eines Motorradfahrers bei Markt Rettenbach (Landkreis Unterallgäu) hätten zwischen den einzelnen Mitgliedern die Telefone geglüht. „Wir waren alle geschockt, als wir das gehört haben.“ Winter hat Angst, dass der Öl-Mörder aus dem Allgäu oder ein Trittbrettfahrer nun auch in seiner Region Fuß gefasst hat.

    Zur Erinnerung: Mitte April war ein 37 Jahre alter Familienvater mit seinem Motorrad in eine Ölspur geraten, gestürzt und gegen ein entgegenkommendes Auto geprallt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Öl absichtlich auf der Straße verteilt wurde. Nach genau demselben Schema ging derjenige, der den jüngsten Ölfleck in Affaltern hinterlassen hat, auch vor: Auf einer viel befahrenen Straße wurde eine immens große Öllache auf die Straße verteilt.

    Polizei schließt Zusammenhang zwischen den Fällen aus

    Öl, das in dieser Menge niemals durch Zufall auf die Straße gelangt sein könnte. Öl, das wie Glatteis wirkt und tödlich gewesen hätte, wenn es nicht rechtzeitig bemerkt worden wäre. „Da kann niemand rechtzeitig reagieren, da hast du keine Chance“, sagt Winter. Ihn stört auch das feige Vorgehen der Täter. „Wie willst du den herausfinden, der das gemacht hat?“ In der Tat tut man sich im Allgäu schwer mit der Suche nach dem Ölmörder, eine Hausdurchsuchung eines verdächtigen Anfang Juli brachte bislang keine Ergebnisse. Bislang schließt die Kriminalpolizei Dillingen einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen aus. Für Andreas Winter macht das keinen Unterschied. „Egal, wer das getan hat – das ist ein kranker Mensch.“

    Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Die-Angst-faehrt-mit-id16741751.html

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