Das Suzuki MotoGP Abenteuer Nummer 2

Als Suzuki 2011 bekanntgab,dass 2012 keine MotoGP Suzuki geben wird, waren alle Fans der Marke enttäuscht, jedoch schloss man von Anfang an nicht aus in der Saison 2014 zurück zu kehren. 
Suzuki begründete diese Entscheidung damit,dass die anhaltende Wirtschaftsrezesion und damit die verbundene historische Aufwertung des japanischen Yen.
Gerüchten zufolge gingen noch im Jahr 2011 die ersten Techniker an das Zeichenbrett und begannen die ersten Züge der „neuen“ Suzuki MotoGP Maschine zu konstruieren.
Das Jahr 2014 rückte jedoch mit sieben Meilenstiefeln immer näher und so bemerkte man schnell, dass der Wiedereinstieg in die MotoGP-Szene verschoben werden musste. Man verschob die Rückkehr um ein weiteres Jahr auf 2015.
Als die Saison 2014 dann begann, fing Suzuki an die Fühler nach Fahrern auszustrecken. Viele Gerüchte und Halbwahrheiten schwirrten durch das Fahrerlager. Von Valentino Rossi bis Marc Marquez waren alle für Suzuki interessant. Jedoch unterschrieben die wichtigen Top Fahrer, so wie es zu erwarten war, bei den Top Teams. SO blieben „nur“ die Satelliten-Team Fahrer und die Open-Team Fahrer.
Alle erwarteten, dass in Japan im Oktober bekannt gegeben werden würde, wer den nun die „neue“ Suzuki fahren wird. Jedoch gab man pünktlich kurz vor der in Deutschland beliebten und für den europäischen Markt wichtigen Intermot bekannt das kein geringer als Aleix Espagaro (aktuell bei NGM-Forward Yamaha) und Maverik Vinales (aktuell bei Paginas Amarillas Moto2-Team) 2015 die Suzuki GSX-RR pilotieren werden.
Die erwartungen der Fans sind hoch, denn laut Suzuki hat man vom Reißbrett neu angefangen und sich die Serienmaschine GSX-R als Grundlage genommen. Daraus resultiert das die GSX-RR mit einem 1000ccm großen Reihenvierzylinder arbeiten wird nicht wie die damalige GSV-R mit einem V4. Man erhofft sich dadurch
einen ähnlichen Effekt wie bei Yamaha, mehr Fahrbarkeit. 

Mit Aleix Espagaro welcher aktuell die 2013er Yamaha M1 mit anderer Elektronik und ohne Seemless Getriebe fährt, hat Suzuki deswegen den richtigen Mann an der Seite. Er kennt die Yamaha weiß wie sie funktioniert und kann entsprechende Hilfe geben um das Abenteuer MotoGP zu unterstützen. 
Auch Maverik Vinales ist ein wichtiger Fahrer, er ist zwar jünger und unerfahrener als Aleix, hat jedoch viel Talent.
“Ich freue mich auf dieses neue Projekt. Natürlich wird es mit dem neuen Motorrad nicht einfach, aber ich fühle, dass ich mich auf dem Höhepunkt meiner Karriere befinde. Natürlich ist es auch eine große Verantwortung, für Suzuki zu arbeiten” sagte Espagaro in einem Interview mit Motorsport-Total.com.
Vinales der aktuell Moto2 WM-Tabellen Dritte sagte im selben Interview, dass er sich freut auf die Erfahrung von Espagaro zurückgreifen zu können und das er alles geben wird um genauso erfolgreich zu werden wie in der aktuellen Moto2 Saison.

Meiner Meinung nach wird es Suzuki nicht leicht haben, jedoch sehe ich sie aufgrund der Tatsache, dass auch sie im OPEN Reglement anfangen, ähnlich wie Ducati, stark im Qualifying und in den Zeittrainings. Im Renn-trimm werden Espagaro und Vinales sich mit der neuen GSX-RR erst einmal beweisen müssen.
Das Projekt hat große Chancen, jedoch wird es ein schwerer Weg mit viel Entwicklungsarbeit , vor allem wenn 2016 die neuen Michelin Reifen kommen werden.

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